Erster Spatenstich für Projekt „Glasfaser im Außenbereich“
„Netze sind die Autobahnen der Zukunft“

Epe -

Der Spaten war viel zu schön verziert, um ihn in die schwarze Erde der Eper Füchte zu stecken. Weil es aber ohnehin nur um einen symbolischen ersten Spatenstich ging, blieb das Werkzeug am Mittwoch sauber, der Start für ein Millionen-Projekt wurde trotzdem vollzogen: Vertreter von Stadt, Stadtwerken, Bezirksregierung, Kreis Borken und der beteiligten Firmen gaben auf einem Acker in der Bauerschaft Füchte den Startschuss für das Projekt „Glasfaser im Außenbereich“.

Donnerstag, 07.03.2019, 10:22 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 10:30 Uhr
Den ersten Spatenstich für das Projekt Glasfaser im Außenbereich vollzogen (v.l.): André Homölle (Leiter Fachdienst Tiefbau der Stadt), Herbert Daldrup (Centerleiter Technik, Stadtwerke), Lucas Conrad (Bezirksregierung), Bürgermeisterin Sonja Jürgens, Lara Telaar (Breitbrand-Koordinatorin Kreis Borken), Dr. Wilhelm Drepper (Geschäftsführer Stadtwerke Gronau), Karl Hans Albers (Albers Energiebau), Johannes Sandkamp (Sandkamp Tiefbau) und Dirk Jacobs (Strabag).
Den ersten Spatenstich für das Projekt Glasfaser im Außenbereich vollzogen (v.l.): André Homölle (Leiter Fachdienst Tiefbau der Stadt), Herbert Daldrup (Centerleiter Technik, Stadtwerke), Lucas Conrad (Bezirksregierung), Bürgermeisterin Sonja Jürgens, Lara Telaar (Breitbrand-Koordinatorin Kreis Borken), Dr. Wilhelm Drepper (Geschäftsführer Stadtwerke Gronau), Karl Hans Albers (Albers Energiebau), Johannes Sandkamp (Sandkamp Tiefbau) und Dirk Jacobs (Strabag). Foto: Klaus Wiedau

Die Maßnahme hat ein Gesamtfinanzvolumen von 5,3 Millionen Euro – darin enthalten sind 4,8 Millionen Euro Fördermittel des Europäischen Landwirtschaftsfonds, die über das Land NRW nach Gronau fließen. Förderfähig sind 301 genau definierte Haushalte im Außenbereich. Sie wurden im Auftrag der Stadt durch ein Gutachter-Büro ermittelt. Kriterium war ein vorhandener Breitbandanschluss mit einer Leistung von weniger als 30 Mbit. Im Rahmen einer Ausschreibung haben die Stadtwerke den Zuschlag für das Projekt erhalten, das in sieben Losen (räumliche Gebiete) bis Oktober 2020 realisiert werden muss.

Bürgermeisterin Sonja Jürgens verwies in ihrem Grußwort auf die kurze Zeitspanne, die zwischen der Entgegennahme des Förderbescheides und dem jetzigen Baubeginn vergangen sei. Gleichzeitig betonte sie einmal mehr, wie wichtig es sei, im Bereich des Ausbaus der Breitbandversorgung „Gas zu geben“. Denn: „Die Glasfasernetze sind die Autobahnen der Zukunft“, so Jürgens.

Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Drepper erinnerte daran, dass er vor wenigen Wochen bei den ersten Informationsveranstaltungen in Sachen Glasfaser im Außenbereich davon gesprochen habe, dass das Fünf-Millionen-Förderpaket für das Projekt ein riesengroßes Geschenk für die betroffenen Bürger und für die Stadt bedeute. „Heute fangen wir an, dieses Geschenk auszupacken“, so Drepper mit Blick auf den ersten Spatenstich.

„Mit etwa 90 Prozent der Interessenten sind die Verträge unter Dach und Fach“, so Drepper weiter. Auch das zeige, „wie sehnsüchtig der Glasfaseranschluss von den Kunden erwartet wird“.

In absoluten Zahlen bedeuten die 90 Prozent, dass 279 der 301 Haushalte das Angebot der Stadtwerke angenommen haben. Noch in diesem Jahr sollen die Anschlüsse in den Losen 1 bis 4 4 erfolgen, die Lose 5,6 und 7 folgen 2020. Insgesamt müssen dafür 76 Kilometer Gräben ausgehoben werden, daneben können 35 Kilometer vorhandene Rohrleitung für die Verlegung von insgesamt 295 Kilometer Glasfaserkabel genutzt werden. Die Verteilung der Anschlüsse erfolgt von vier Anschlusspunkten (sogenannte „Pop-Schränke“) aus, die über eine Ringleitung verbunden sind, um eine Ausfallsicherheit zu garantieren. Jeder Anschluss wird dabei direkt bis ins Haus des Kunden gelegt. Bei Vertragsabschluss bis 28. Februar 2019 kostete das einmalig 99 Euro, später wird es deutlich teurer.

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