Beratungsangebot zu Schwangerschaft, Familie und Sexualität
Raus aus der Tabuzone!

Gronau -

Eine Schwangerschaft ist in der Regel Grund zur Freude, kann aber auch Probleme mit sich bringen. Die Beratungsstellen der Diakonie im Kreis Borken bieten rund um die Themen Schwangerschaft, Familie und Sexualität Unterstützung und Begleitung an.

Freitag, 15.03.2019, 10:00 Uhr
Das neue Team der Beratungsstellen für Schwangerschaft, Familie und Sexualität der Diakonie im Kreis Borken: (v.l.) Monique Buß (Diplom-Sozialpädagogin und Sexualpädagogin), Kirsten Radau (Sozialpädagogin (BA) und Systemische Beraterin) und Maria Kuß (Verwaltungskraft).
Das neue Team der Beratungsstellen für Schwangerschaft, Familie und Sexualität der Diakonie im Kreis Borken: (v.l.) Monique Buß (Diplom-Sozialpädagogin und Sexualpädagogin), Kirsten Radau (Sozialpädagogin (BA) und Systemische Beraterin) und Maria Kuß (Verwaltungskraft). Foto: Frank Zimmermann

Manchmal sind es Kleinigkeiten, in denen sich große Veränderungen widerspiegeln. So wie der neue Tisch im Büro von Kirsten Radau . „Hier stand vorher so ein kleiner, runder – aber bei den ganzen Papieren, die wir hier bearbeiten, war der einfach unpraktisch“, erzählt sie. Also hat sie sich den größeren, eckigen Tisch besorgt. An den können sich nun die Klienten setzen, die zu ihr in die Beratung kommen, und all ihre Papiere ausbreiten.

Seit dem 1. Februar bietet Radau bei der Diakonie Beratung zu den Themenfeldern Schwangerschaft, Familie und Sexualität an. Sie bildet ein Team mit Monique Buß (Sozialpädagogin und Sexualpädagogin, die primär in der Außenstelle in Borken im Einsatz ist) sowie mit Maria Kuß (Verwaltungsfachkraft). Die drei Frauen wollen Bewährtes fortsetzen und an die Beratungsarbeit ihrer Vorgängerinnen anknüpfen, aber auch einiges anders gestalten – nicht nur was die Möblierung angeht.

Mindestens einmal pro Woche wollen die Frauen sich treffen, Arbeitsabläufe überdenken, sich stärker als Team finden. Und sie wollen ihr Beratungsangebot noch bekannter machen. Die Palette ist breit gefächert: Sie reicht von der Beratung Jugendlicher zum Thema Verhütung bis zu Gesprächen mit Frauen über das Thema Wechseljahre und von der Unterstützung bei ungewollter Schwangerschaft bis hin zur Hilfe bei Fehl- und Totgeburten. Die Beratungsstellen sind zudem staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen. Für Gronau ist das ein Alleinstellungsmerkmal.

Doch obwohl die drei Frauen viel zu bieten haben, kommen nach ihrer Einschätzung viel zu wenig Menschen zu ihnen. „Viele Menschen müssen eine hohe Hemmschwelle überwinden, ehe sie Hilfe annehmen“, sagt Monique Buß. Nicht zuletzt deshalb verstehen die Frauen von der Beratungsstelle ihre Arbeit auch als politische Arbeit. Schließlich, so Buß, hätten die Menschen ein Recht auf staatliche Mittel. Die Beraterinnen wollen ihren Klientinnen deshalb helfen, auch zu ihrem Recht zu kommen. Zum Beispiel an Mittel von der „Bundesstiftung Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“. Und sie wollen die Themenfelder, in denen sie unterwegs sind, enttabuisieren. Denn wenn Menschen ebenso lustvoll wie verantwortungsbewusst und gut informiert mit ihrer Sexualität umgehen, dann kommt es auch seltener zu ungewollten Schwangerschaften.

Vor diesem Hintergrund setzt die Arbeit der Beratungsstellen schon bei der Vorbeugung an. „Wir gehen mit sexualpädagogischen Angeboten auch in Kindergärten und Schulen“, nennt Monique Buß ein Beispiel. „Und natürlich sind uns auch Männer willkommen – sei es zu Fragen, wie sie ihre Partnerinnen unterstützen können, zur Verhütung oder zu Unsicherheiten bezüglich der ersten Zeit zu dritt nach einer Geburt“, ergänzt Kirsten Radau. Nicht zuletzt helfen die Frauen ihren Klienten auch durch den Paragrafendschungel – sei es bei sozialrechtlichen Fragen oder zum Beispiel zum Thema vertrauliche Geburt, eine Alternative zur Babyklappe.

► Die Beratungsstelle in Gronau an der Hörster Straße 5 ist zu erreichen unter ✆ 02562 7011134 (E-Mail: radau@dw-st.de).

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