Ländliche Entwicklung in Brasilien und Deutschland ist Thema am 28. März
Bischof Andrade bei Gesprächsrunde

Epe -

Die Verbundenheit zwischen Epe und der brasilianischen Diözese Floriano/Piaui ist nach wie vor eng. In diesem Monat kommt Bischof Dom Edivalter Andrade ins Münsterland. Am 28. März (Donnerstag) wird er an einer Talkrunde im Pfarrhof St. Agatha teilnehmen. Das Thema lautet: „Was macht uns heute satt? Ländliche Entwicklung in Brasilien und Deutschland.“

Samstag, 16.03.2019, 16:00 Uhr
Vertreter der organisierenden Verbände machen auf die Talkrunde mit Bischof Andrade aufmerksam.
Vertreter der organisierenden Verbände machen auf die Talkrunde mit Bischof Andrade aufmerksam. Foto: Martin Borck

Andrade ist der vierte Nachfolger im Bischofsamt seit dem Tod des aus Epe stammenden Bischofs Edilbert Dinkelborg, der lange Jahre die Diözese im Nordosten Brasiliens geleitet hatte. Dinkelborg hätte im November seinen 100. Geburtstag gefeiert, erinnert Dinkelborgs Neffe Bernd Sibbing bei einem Gespräch mit den WN. Der runde Geburtstag soll Anlass sein, die kontinentalübergreifende Kooperation in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

Die Verbindungen nach Südamerika hält unter anderem der 1996 gegründete Brasilienkreis in Epe aufrecht. Er gehört wie auch der Aktionskreis Pater Beda zu den Veranstaltern der Talkrunde am 28. März. Mitveranstalter sind – passend zum Thema der Talkrunde – die KLJB , die Landfrauen, die Katholische Landvolkbewegung (KLB) und der Landwirtschaftliche Ortsverband aus Epe.

Neben Dom Edivalter Andrade werden der münsterische Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, die aus Epe stammende Diplom-Agraringenieurin Maria Detert (die viel zur Entwicklung im Nordosten Brasiliens beigetragen hat), die Bundesvorsitzender der KLB, Nicole Podlinski, und der Diözesanvorsitzende der KLJB im Bistum Münster, Alexander Kleuter, an der Gesprächsrunde teilnehmen. Moderator ist Bernd Hante, Diözesanpräses der KLB und KLJB.

„Landwirtschaft und Ernährung sind hier wie dort wichtige Themen“, erläutert Berthold Deitermann vom Eper Brasilienkreis. In Brasilien haben Großgrundbesitzer starken Einfluss auf die Landwirtschaft. Kleinbauern dagegen haben es schwer. Gerade für die arme Bevölkerung hat sich schon Bischof Dinkelborg nachdrücklich und gegen starken Druck eingesetzt.

„Es gibt viele Herausforderungen. Maria Detert wird uns sicherlich davon aus erster Hand berichten“, so Deitermann. Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Landwirtschaft gibt es? Wie wirkt sich der Strukturwandel hier aus – und wie der politische Umbruch dort? „Nach dem Amtsantritt des neuen, ultrarechten Präsidenten Bolsonaro ist vieles schlimmer geworden“, sagt Udo Lohoff vom Arbeitskreis Pater Beda. Die neue Regierung bedrohe die katholischen Geistlichen, die als „Linke“ diffamiert werden. Bolsonaro hat die Waffenrechte gelockert. Wozu das führe, zeigte der Amoklauf in einer Schule im Bundesstaat Sao Paulo, der zehn Menschenleben forderte, so Lohoff.

Kontakte zu den Menschen in Brasilien seien wichtig, sind sich die Veranstalter einig. Das sieht auch die KLJB auf Bistumsebene so, die alle zwei Jahre eine Reise mit Jugendlichen nach Brasilien durchführt. Aus derartigen Kontakten kann viel erwachsen. Denn, so Lohoff: „Alles fängt mit Begegnung an.“ Die Gesprächsrunde mit Bischof Andrade soll Gelegenheit zur Begegnung bieten und die gegenseitige Verbundenheit weiter vertiefen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6473743?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Studentenwerk: Kein Ghetto am Wilhemskamp
Die Wohnanlage Wilhelmskamp könnte nachverdichtet werden. aus. Das Studierendenwerk ist zurückhaltend gegenüber dem Vorschlag des Planungsbüros John Architekten.
Nachrichten-Ticker