Kleine Anfrage an Landesregierung
Ölaustritt: Stand der Dinge heute

Epe -

Fast auf den Tag genau fünf Jahre nach dem Ölaustritt im Eper Amtsvenn will die Landtagsabgeordnete Wibke Brems (Bündnis 90/Die Grünen) wissen, auf welchem Stand die Sanierungsarbeiten im Amtsvenn aktuell sind und welche Folgen das Ereignis aus dem Jahr 2014 für das Amtsvenn heute hat.

Freitag, 22.03.2019, 10:00 Uhr
Öl drang im April 2014 im Amtsvenn an mehreren Stellen aus dem Boden. Fünf Jahre danach gibt es jetzt aus dem Landtag eine Anfrage nach dem aktuellen Stand der Dinge.
Öl drang im April 2014 im Amtsvenn an mehreren Stellen aus dem Boden. Fünf Jahre danach gibt es jetzt aus dem Landtag eine Anfrage nach dem aktuellen Stand der Dinge. Foto: Klaus Wiedau

In einer kleinen Anfrage an die Landesregierung fragt Brems unter anderem nach dem Stand der Umrüstung der vier als Ölspeicher genutzten Kavernen sowie der einen potenziell als Ölspeicher nutzbaren Kaverne auf das Doppelverrohrungssystem. Weitere Fragen beziehen sich auf das Monitoring der Flächen, in denen Öl unter- und oberirdisch ausgedrungen ist. Wissen will Brems auch, ob die unmittelbar nach dem Ölaustritt eingezogene unterirdische Dichtwand ihre Aufgabe erfüllt. Die Dichtwand soll, so machten seinerzeit die Experten deutlich, eine Ausbreitung von Öl im Grund- und Oberwasser verhindern.

Antworten der Landesregierung auf Brems‘ Fragen liegen bisher nicht vor.

Zur Erinnerung: Am 12. April 2014 war es im Amtsvenn an mehreren Stellen Öl ausgetreten. Grund war ein Defekt an einer Rohrverbindung der Speicherkaverne S5, in der rund 450 000 Kubikmeter Öl im Rahmen der nationalen Energiereserve gelagert waren. Im Zuge der Ursachenforschung und Schadensbegrenzung wurden vor Ort mehr als 400 Laser-Sondierungen und 170 Rammkern-Sondierungen durchgeführt. Bis Anfang 2016 lagen für den Bereich um die S5 mehr als 5000 Analyse-Ergebnisse von Grund- und Oberflächenwasser vor, weitere 2000 Analysen gab es bis zu diesem Zeitpunkt durch die wiederkehrende Untersuchung von Hausbrunnen im Umfeld der Austrittsstellen.

Neben der Beseitigung der Leckage wurde in der Folge des Ölaustritts alle fünf Kavernen, in denen Öl gelagert ist (oder gelagert werden soll) auf eine Doppelverrohrung umgerüstet. Die neue Verrohrung verfügt über einen sogenannten Kontrollraum, mit dessen Hilfe künftig verhindert werden soll, dass eventuell austretendes Öl ins Erdreich eindringt.

Mit der Sanierung der betroffenen Flächen im Venn wurde im Sommer 2016 begonnen, die Arbeiten wurden 2017 abgeschlossen.

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