Aktion gegen Rassismus
Schüler demonstrieren sitzend

Gronau -

Das Gewusel rund um den Aktionsstand wird immer wuseliger: Hier stehen Kinder an einem Glücksrad und beantworten Fragen. Die kommen aus dem Einbürgerungstest für die Bundesrepublik Deutschland und werden von Dr. Anne Terglane-Fuhrer von der Euregio-VHS gestellt. Für richtige Antworten gibt es kleine Preise aus einer Tasche, die Anne Kammholz, Leiterin der Stadtbücherei, bereithält. Eine Schlange weiter stehen Mädchen und Jungen für einen Luftballon an. Auf den mit Helium gefüllten Ballons steht „make racism wrong again“.

Donnerstag, 21.03.2019, 18:40 Uhr aktualisiert: 21.03.2019, 18:48 Uhr
Blick in die Menge des Flashmobs: Schülerinnen halten Ballons und recken Transparente in die Höhe. Auf der Neustraße vor der Antoniuskirche ist in diesem Moment fast kein Durchkommen mehr.
Blick in die Menge des Flashmobs: Schülerinnen halten Ballons und recken Transparente in die Höhe. Auf der Neustraße vor der Antoniuskirche ist in diesem Moment fast kein Durchkommen mehr.

Organisiert hatte den Aktionsstand am Donnerstag das Gronauer Netzwerk Migration (Gro-Net). Zwei Vorbereitungstreffen habe es gegeben, berichtet Ahmed Sezer , Integrationsbeauftragter der Stadt Gronau und Gro-Net-Mitglied. Zur Verstärkung haben die Organisatoren die Schulen angesprochen. Die Realschule, die Gesamtschule Gronau, das Gymnasium und das Driland-Kolleg haben ihre Teilnahme zugesagt.

Neben Gro-Net-Mitgliedern wie der Caritas Migrations- und Flüchtlingsberatung, der DRK-Integrationsagentur und dem Jugendmigrationsdienst zeigt auch der Förderkreis Alte Synagoge Epe bei dieser Aktion sprichwörtliche Flagge.

Unterdessen wird die Parole lauter: „Wer mitmachen will, soll jetzt auf die Straße gehen . . .“ Dann, um Schlag 16 Uhr, setzen sich die zahlreichen Schüler auf der Neustraße auf den Boden, recken Transparente und ihre Ballons in die Höhe, jubeln und klatschen. Es wird viel fotografiert, die Organisatoren und auch die begleitenden Lehrer strahlen – ebenso die Jugendlichen selbst. Auf ihren Transparenten stehen Sprüche wie „Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“ oder „Wir sind gegen Rassismus“. Dann lassen viele ihre Ballons in den Himmel steigen, und der Flashmob löst sich wieder auf. Kurz war er, aber auch beeindruckend – und nicht zu übersehen.

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