St.-Antonius-Hospital Gronau
Dr. Norbert M. Blumstein ist neuer Chefarzt für Nuklearmedizin

Gronau -

Dr. Norbert Blumstein ist neuer Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin am St.-Antonius-Hospital Gronau. Der Facharzt, Jahrgang 1960, bringt gleich mehrere Qualifikationen mit.

Mittwoch, 03.04.2019, 08:00 Uhr
Dr. Norbert M. Blumstein ist neuer Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin am Gronauer St.-Antonius-Hospital.
Dr. Norbert M. Blumstein ist neuer Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin am Gronauer St.-Antonius-Hospital. Foto: St.-Antonius-Hospital

Dr. Norbert Blumstein ist neuer Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin am St.-Antonius-Hospital Gronau. Er hat zum 1. April die Nachfolge von Dr. Michael Schneider angetreten, der das Krankenhaus vor einigen Monaten verlassen hat. Blumstein, Jahrgang 1960, bringt gleich mehrere Qualifikationen mit: Er ist Facharzt für Nuklearmedizin, Facharzt für diagnostische und interventionelle Radiologie und Facharzt für Strahlentherapie, wie er im Gespräch mit der Redaktion deutlich machte.

Der geborene Münchner (verheiratet, drei Kinder) absolvierte sein Studium an der Uni München. Erste berufliche Stationen waren danach das Klinikum Augsburg und das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien, weitere Tätigkeiten und Facharzt-Ausbildungen folgten in Darmstadt, Ulm, Bern und Landshut.

In Ulm war Blumstein federführend an der Implementierung des deutschlandweit zweiten PET CT beteiligt. Diese Technologie macht Stoffwechselvorgänge im Körper sehr hochauflösend sichtbar. In Kombination mit einem herkömmlichen CT fließen so Informationen zu einem Verfahren zusammen, mit dem Art und exakte Lokalisierung eines Befundes schneller und präziser erkannt werden können.

Ab 2012 war Dr. Blumstein anschließend Leiter der Abteilungen für Radiologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin an der Paracelsus-Klinik Osnabrück. Angesichts einer Umstrukturierung dieser Einrichtung entschied Blumstein, „dass ich in Gronau arbeiten möchte“, wie er es formuliert.

Am St.-Antonius-Hospital will der Mediziner die Nuklearmedizin in verschiedenen Bereichen des Hauses im Zusammenwirken mit den bestehenden anderen Fachabteilungen weiter ausbauen. Das Ziel: „Die Patienten sollen durch Spezialisten vor Ort mit Spitzentechnologie versorgt werden“. Beispielhaft nennt der Mediziner die Diagnostik und Therapie bei Schilddrüsenerkrankungen, im Bereich der Kardiologie oder von Arthrose-Erkrankungen. „Die Kombination macht die Innovation aus“, beschreibt Blumstein, dass sich durch die aufeinander abgestimmte Fusion von bildgebenden Verfahren (Röntgen, CT, MRT) und modernen nuklearmedizinischen Methoden „besondere diagnostische Möglichkeiten ergeben.“ Damit wiederum seien Ergebnisse zu erzielen, „die die Nuklearmedizin in einem innovativen Licht erscheinen lassen“.

Anwendungsbereiche sieht Blum­stein auch bei der Frühdiagnostik von Demenzerkrankungen, der Behandlung von Patienten im Bereich der Urologie oder der Diagnostik von Lungenkrankheiten. Auch auf diesen Feldern könnte die Anwendung der Nuklearmedizin in Gronau weiter entwickelt werden, wie er sagt.

Durch den Arbeitsbeginn von Dr. Blumstein wird sich nach Angaben von Krankenhaus-Geschäftsführer Ludger Vormann auch die Situation im Bereich der Behandlung von ambulanten Patienten in der Radiologie etwas verbessern, weil Blum­stein – er ist auch Facharzt für Radiologie – hier im beschränktem Maße tätig werden kann. „Ansonsten bleibt es bei der aktuellen Situation, in der ambulante radiologische Leistungen in der Notfall-Versorgung am Krankenhaus versorgt werden können. Zudem haben Selbstzahler nach wie vor die Möglichkeit, ambulant versorgt zu werden. Gleichwohl bleibt das Problem der radiologischen Versorgung von ambulanten Patienten vor Ort bestehen. Wir werden an dem Thema aber dranbleiben“, so Vormann. Perspektivisch soll die Nuklearmedizin weiter ausgebaut und räumlich erweitert werden.

Dr. Blumstein wird seinen Lebensmittelpunkt bei der Familie in Osnabrück belassen, bezieht aber eine Zweitwohnung in Gronaus Nachbarstadt Ochtrup.

Der Mediziner war in jungen Jahren als Basketballspieler aktiv, gehörte zeitweise der Nationalmannschaft an, besitzt eine Trainer-Lizenz und war unter anderem als Basketball-Schiedsrichter (Bundesliga/Fifa) im Einsatz. Aktuell betreut er als Trainer eine Damen-Mannschaft in der vierthöchsten Liga und trainiert die Nationalmannschaft der Damen Ü 40, die sich für die Teilnahme an der WM qualifiziert hat.

Dieses Freizeit-Engagement sei aber, sagt Blumstein, durchaus mit seiner Arbeit als Chefarzt in Gronau zu vereinbaren, da die Trainingseinsätze zeitlich sehr begrenzt und gut planbar seien.

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