Mitgliederversammlung des Bürgervereins Dinkelaue
„Wohnen und ein anständiges Kaufhaus“

Gronau -

Die Innenstadtentwicklung war am Donnerstagabend eines der Themen während der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Dinkelaue Gronau und Epe. Vorsitzende Anke Engels begrüßte dazu rund 40 Mitglieder des Vereins im Hotel Verst. Mit der Frage: „Was denken Sie, was wir wirklich brauchen?“, eröffnete sie die Debatte zu dem aktuellen Thema. Die Diskussion war insofern schwierig, als parallel zur Versammlung der Ältestenrat der Stadt in Sachen Innenstadt tagte und Details zur aktuellen Situation noch nicht bekannt waren. Gleichwohl wurden aus den Reihen der Mitglieder Wünsche für die Planung (nach dem Scheitern der ursprünglichen Drio-Konzeption) laut: „Bezahlbarer Wohnraum und ein anständiges Kaufhaus“, so eine Stimme. Gronau habe keinen Bedarf an zusätzlichen Warenhäusern, so eine Gegenmeinung, weil zusätzlicher Einzelhandel den bestehenden Handel schwäche: „Das ist doch Harakiri“, so die drastische Formulierung eines Mitglieds. Während andere den Internet-Handel als Wurzel allen Übels ausmachten, dem ohnehin nichts entgegenzusetzen sei, sahen andere durchaus das Bedürfnis für ein Shopping-Erlebnis vor Ort: „Die Leute wollen in die Geschäfte, Gronau muss aber attraktiver werden.“ Wünsche nach einem „Kaufhaus mit all den Kleinigkeiten, die man täglich braucht“, wurden ebenso laut wie der Ruf nach einem „Multifunktionshaus“ mit Kaufhaus, Kino, Restaurant und Postdienststelle, einer „Groka 2.0“ oder mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Ein einheitliches Stimmungsbild ergab sich am Ende der Diskussion nicht.

Samstag, 06.04.2019, 09:38 Uhr aktualisiert: 06.04.2019, 10:00 Uhr
Vorsitzende Anke Engels lud im Rahmen der Mitgliederversammlung des Bürgervereins Dinkelaue zur Diskussion über die Neugestaltung der Innenstadt ein.
Vorsitzende Anke Engels lud im Rahmen der Mitgliederversammlung des Bürgervereins Dinkelaue zur Diskussion über die Neugestaltung der Innenstadt ein. Foto: kw

In ihrem Rechenschaftsbericht war Anke Engels zuvor auf besondere Themen und Aktivitäten eingegangen, die den Bürgerverein im vergangenen Jahr beschäftigt hatten. Unter anderem nannte sie die Pflanzaktion „Baum des Jahres“, die Fahrt zur Landesgartenschau Bad Iburg oder die intensive Begleitung kommunaler Themen (Fällen der Amberbäume an der Laga-Pyramide; Veränderungen am Dreiländersee).

Mit Blick auf das Jahresprogramm 2019 erinnerte Engels an die 25. Baumpflanzaktion – in diesem Jahr ist die Flatterulme Baum des Jahres – am 27. April am Lindenhof. Organisiert werden soll zudem eine Fahrt zum Kreislehrgarten in Steinfurt und eine Fahrradrallye mit Fest zum 20. Geburtstag des früheren Fördervereins der Landesgartenschau.

Stellvertretende Vorsitzende Margret Hundorf stellte die Durchführung einer Aktion für eine ökologische Gestaltung von Vorgärten zur Debatte. Das Thema habe der Bürgerverein 2012 schon mit einer Fotoaktion aufgegriffen, um mehr Grün in die Vorgärten zu bringen. Aktuell sei feststellbar, dass „immer mehr Vorgärten beerdigt werden“, so Hundorf. Die Versammlung einigte sich darauf, dass der Vorstand über Gestaltung und Auslobung von Mustergärten beraten soll.

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