Bundesweiter Tag der Brieftaube – zu Gast bei Peter Herden
Mit zwei Tauben fing alles an

Gronau -

Über ungewöhnlich viele Besucher durften sich Doris und Peter Herden am Sonntag in ihrem Garten freuen. Den „Tag der Brieftaube“ hatte Peter Herden zum Anlass genommen, Interessierten seine Blauen-, Gehämmerten, Schimmel- und Fahlbrieftauben aus nächster Nähe zu präsentieren. Seit 1971 ist der fast 80-Jährige Mitglied im Brieftaubenzuchtverein „Treu der Freiheit“. „Was einst mit zwei Tauben begann, hat sich im Laufe der Jahre vervielfacht. Aber ich bin froh, dass er solch ein schönes Hobby hat, das ihn voll und ganz ausfüllt“, unterstützt Doris Herden das gesellige Treiben.

Dienstag, 16.04.2019, 06:30 Uhr
Peter Herden in seinem Taubenschlag. Dort konnte er am bundesweiten Tag der Brieftaube zahlreiche Besucher begrüßen.
Peter Herden in seinem Taubenschlag. Dort konnte er am bundesweiten Tag der Brieftaube zahlreiche Besucher begrüßen. Foto: aho

Gab es vor rund 70 Jahren noch mehr als 100 000 aktive Züchter in Deutschland, so gehören dem Verband Deutscher Brieftaubenzüchter heute nur noch um die 35 000 Mitglieder an. Hatte man einst noch einen Nutzen durch die Haltung der gefiederten Nachrichtenübermittler, so werden die Vögel heutzutage überwiegend gehalten, um an sportlichen Wettbewerben teilzunehmen.

„Der für heute geplante Testflug nach Hamm wurde witterungsbedingt leider auf Dienstag verschoben, sonst hätten die Besucher live den Einflug meiner Tauben miterleben können. Wie es den Tieren allerdings gelingt, ohne Kompass oder Navi ihren Weg zurück nach Hause zu finden, wird wohl immer ihr Geheimnis bleiben“, erklärte Peter Herden beim Rundgang durch die einzelnen Schläge, in denen rund 50 ältere und 20 Jungtiere Zuhause sind.

Im Rahmen des Tages der Brieftaube hatte Peter Herden allerlei Informationen parat zu den „Rennpferden des kleinen Mannes“. Interessierte konnten die handzahmen Jungvögel streicheln, Weibchen beim Brüten zuschauen oder das Reisefutter, eine Mischung aus Buchweizen, Mais, grünen Erbsen und Sonnenblumen, in Augenschein nehmen. „Nicht nur die Pflege der Tiere und die handgefertigten Verschläge kosten Zeit (und Geld). Man muss sich mit den Tauben auch beschäftigen, denn je wohler sie sich fühlen, desto schneller fliegen sie wieder nach Hause“, so Herden. Währenddessen demonstrierte seine Tochter Gabriele zwei Frauen vom Turnverein, wie die Zeiterfassung bei Meisterschaftsflügen früher per hölzerner Taubenuhr funktioniert hat. „Heute läuft das alles vollelektronisch. Sobald die Brieftauben eintreffen, wird die Zeit übermittelt“, so Gabriele Meer. Die Reisesaison selbst wird am Ostersamstag mit dem ersten Preisflug ab Lüdenscheid eröffnet.

  Foto: Angelika Hoof

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