Gronauer Frauen beteiligen sich an Aktion Maria 2.0
„Wir lassen uns nicht den Mund verbieten“

Gronau -

Die beiden Katholischen Frauengemeinschaften der Kirchengemeinde St. Antonius wollen in der Woche vom 11. bis zum 18. Mai die Aktion Maria 2.0 in Gronau gestalten.

Sonntag, 05.05.2019, 09:05 Uhr aktualisiert: 05.05.2019, 09:40 Uhr
Mit Bildern wie dieser Ikone rufen die Frauen zum „Kirchenstreik“ auf.
Mit Bildern wie dieser Ikone rufen die Frauen zum „Kirchenstreik“ auf. Foto: Lisa Kötter

Die beiden Katholischen Frauengemeinschaften der Kirchengemeinde St. Antonius wollen in der Woche vom 11. bis zum 18. Mai die Aktion Maria 2.0 in Gronau gestalten. Die Frauen wollen damit auf die Situation der katholischen Kirche aufmerksam machen und viele Frauen und Männer animieren, dabei mitzumachen.

In der Woche wird zu einem „Kirchenstreik“ aufgerufen. „Wir betreten keine Kirche und tun keinen Dienst“, sagen die Frauen der KFD St. Antonius und St. Josef. Stattdessen versammeln sie sich vor der Kirche und lesen Texte, beten, singen und diskutieren.

Die Ursprünge der Aktion liegen in einem Lesekreis in der Gemeinde Heilig Kreuz in Münster. Einige Menschen, meist Frauen, haben sich über die aktuelle Situation in der katholischen Kirche unterhalten und darüber gesprochen, wie sehr diese sie beschäftigt. Wie schwierig es manchmal ist, Menschen, die fern der Kirche stehen, zu erklären, warum man überhaupt noch dabei ist, bei all dem Unverständlichen, das in der katholischen Kirche passiert. Dass seit Jahren immer die gleichen Fragen diskutiert werden und dass trotz der allseits beteuerten Reformbereitschaft keine Änderung in Sicht ist. Diese Frauen haben die Aktion Maria 2.0 ins Leben gerufen. Maria 2.0 ist keine Gruppe einer bestimmten Gemeinde, sondern eine freie Initiative von Frauen.

In Gronau haben sich die KFD St. Josef und die KFD St. Antonius besonders zwei Messen für ihren Protest ausgewählt. Am 11. Mai (Samstag) werden sich die Beteiligten um 18 vor der Antonius-Kirche versammeln und am 18. Mai (Samstag) um 16.30 Uhr vor der Josef-Kirche. Während der anderen Gottesdienste in dieser Woche wollen die Frauen durch Plakate und Bilder auf die Situation aufmerksam machen.

Die Frauen der KFD hoffen, dass sich viele Gruppen, Verbände und Vereine, Lektoren und Kommunionhelfer, Männer und Frauen der Stadt und darüber hinaus dieser Aktion anschließen.  

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