Neubau des Pfarrhauses St. Agatha
Bauantrag liegt jetzt im Rathaus

Epe -

Die Arbeiten auf der Baustelle haben zwar noch nicht begonnen, aber das Vorhaben wird konkreter: Der Bauantrag für das neue Pastorat der Pfarrgemeinde St. Agatha liegt zur Prüfung und Genehmigung bei der Bauverwaltung. Am morgigen Dienstag steht das Thema zudem auf der Tagesordnung des Bauausschusses.

Montag, 13.05.2019, 06:25 Uhr aktualisiert: 13.05.2019, 06:30 Uhr
So sehen nach den aktuellen Plänen das neue Pfarrhaus (links) und die Wohnung für den Pfarrer (Mitte) aus.
So sehen nach den aktuellen Plänen das neue Pfarrhaus (links) und die Wohnung für den Pfarrer (Mitte) aus. Foto: Büro Ubbenhorst Münster

Vorgesehen ist nach dem aktuellen Stand der Planung am Standort von-Keppel-straße der Bau eines Pfarrhauses, in dem künftig alle Mitarbeiter der Pfarrverwaltung unter einem Dach arbeiten sollen. Das Gebäude (zwei Vollgeschosse plus Satteldach) soll eine Grundfläche von rund 165 Quadratmeter und eine Höhe von 8,4 Meter haben. Daneben soll ein Wohnhaus für den Pfarrer entstehen. Auch dieses Gebäude hat zwei Vollgeschosse, eine Grundfläche von 94 Quadratmeter und wird knapp neun Meter hoch. Verbunden werden die beiden Baukörper durch einen fünf Meter langen und 2,50 Meter breiten Laubengang.

Das Thema „Neubau“ des Pfarrhauses war der Gemeinde erstmals im Juni 2018 vorgestellt worden. Eine bis dahin vorgesehene Kernsanierung des bestehenden – mehr als 100 Jahre alten – Pastorats wurde damals unter Kostengesichtspunkten als nicht wirtschaftlich angesehen. Der Kirchenvorstand präsentierte im Rahmen einer Gemeindeversammlung dazu die Zahlen im Vergleich. Danach wären für eine Sanierung des alten Pfarrhauses Kosten von rund 1,1 Millionen Euro entstanden – ohne Berücksichtigung all der Unwägbarkeiten, die sich bei einer Altbausanierung auftun können. Der Neubau – funktionaler, kleiner und energetisch auf dem neuesten Stand – wurde und wird mit rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Den Hauptanteil der Kosten übernimmt nach Angaben der Pfarrei das Bistum.

Im Juli 2018 konnte die Gemeinde vier Wochen lang Entwürfe für das neue Pfarrhaus in Augenschein zu nehmen und sich dazu äußern. Präsentiert wurden eine klassische und eine moderne Gebäudevariante und eine Variante im sogenannten Landhausstil. „Die moderne Variante war danach raus, weil sie nur wenig Zustimmung fand“, so Pfarrer Thorsten Brüggemann im Gespräch mit den WN. Für die beiden anderen Entwürfe gab es bei den Rückmeldungen aus der Gemeinde eine Patt-Situation. „Das Architekturbüro Ubbenhorst aus Münster und der Kirchenvorstand haben dann diese Varianten gemeinsam weiterentwickelt“, so Brüggemann. Herausgekommen ist eine „gute, gesunde Mischung“ aus der klassischen und der Landhaus-Variante, die auch Pfarreirat mittrage, wie Brüggemann betont.

Errichtet werden die beiden neuen Gebäude ohne Dachüberstand. Verwendet werden „regionaltypische Materialien“, so Brüggemann, also: „Ein roter Klinker und rote Dachziegeln, die sich gut in die von-Keppel-Straße einpassen.“

Zur Rettung des alten Pastorats stellte der Heimatverein Epe im Sommer 2018 einen Antrag auf Unterschutzstellung, die Denkmalexperten des Landschaftsverbandes kamen nach Prüfung aber zu dem Ergebnis, dass das Gebäude keine Denkmaleigenschaften hat. Anfang 2019 wurde das Gebäude dann abgebrochen.

Derzeit laufen nach Aussagen des Pfarrers die Ausschreibungen für Rohbau und weitere Gewerke. Brüggemann hofft, dass die Bauarbeiten nach Erteilung der Baugenehmigung durch die Stadt im Sommer, spätestens Anfang September, beginnen. Und auch in Sachen Fertigstellung hat der Pfarrer hat einen Wunsch: „Ich möchte den Weihnachtsbaum 2020 gern im neuen Pfarrhaus aufstellen. . .“

Aktuell wird der Bauantrag der Gemeinde in der Bauverwaltung bearbeitet, heißt es in dem Beratungspapier für die Bauausschuss-Sitzung in dieser Woche. Aus planungsrechtlicher Sicht habe die Verwaltung allerdings keine Bedenken gegen das Bauvorhaben, heißt es weiter. Für den Standort gebe es keinen Bebauungsplan, die Zulässigkeit des Bauvorhabens sei insofern nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches zu beurteilen. Hierbei geht es vor allem um die Frage, ob sich das Objekt nach Art und Maß in die nähere Umgebung einfügt – und das sieht die Bauverwaltung mit Blick auf Gebäude in der näheren Umgebung als gegeben an.

Die Sitzung des Bauausschusses beginnt am Dienstag (14. Mai) um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses

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