SPD-Fraktion der Landschaftsversammlung in Gronau
Zwei Projekte vor Ort besucht

Gronau -

Mitglieder der SPD-Fraktion der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe waren jetzt in Gronau zu Gast, um zwei Projekte zu besuchen. Zum einen nahmen sie die Baustelle einer Appartement-Anlage an der Uhlandstraße in Augenschein, zum anderen ließen sie die neue Ausstellung des Rock‘n‘Popmuseums auf sich wirken. Mit dabei war auch der Gronauer SPD-Vorsitzende Wolfgang Rövekamp.

Mittwoch, 15.05.2019, 07:32 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 07:50 Uhr
Mitglieder der SPD-Fraktion der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe besuchten in Gronau jetzt zwei Projekte – darunter eine Wohnanlage für Menschen mit Behinderungen, die an der Uhlandstraße entsteht.
Mitglieder der SPD-Fraktion der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe besuchten in Gronau jetzt zwei Projekte – darunter eine Wohnanlage für Menschen mit Behinderungen, die an der Uhlandstraße entsteht. Foto: privat

Ohne Barrieren zum Einkauf, schnelle Hilfe per Knopfdruck – und trotzdem in der eigenen Wohnung: Über zwölf Mini-Appartements für Menschen mit geistigen Behinderungen verfügt das Haus an der Uhlandstraße in Gronau. Es ermöglicht den Mietern mit einem neuen, inklusiven Konzept und viel Technik ein anderes Leben als in einer stationären Einrichtung.

Die Ausbauarbeiten der zwölf Mini-Appartements an der Uhlandstraße liegen in den letzten Zügen. Hier sollen Menschen mit geistigen Behinderungen in ihrem eigenen Zuhause mit eigenem Wohnungsschlüssel leben können. Insgesamt über eine Million Euro Förderdarlehen steuerte das Land NRW zum Bau der Wohnungen bei, die seit 2017 dort gebaut werden. Damit hier Menschen mit Behinderung zur Sozialmiete einziehen können, musste der LWL zusätzlich rund 190 000 Fördermittel aufbringen, heißt es in einer Mitteilung der SPD .

Ein Appartement für eine Person hat etwa 42 Quadratmeter Fläche. Die Wohnungstüren sollen sich elektronisch öffnen und schließen, ein Lüftungsgerät sorgt ständig für frische Luft, der Aufzug fasst Rollstühle, die Bäder sind streng barrierefrei und im Erdgeschoss zusätzlich noch rollstuhlgerecht. Kochnischen gibt es in den Wohnungen natürlich auch, doch ein Gemeinschaftsraum im Haus soll einen Ort zur Begegnung bieten, um etwa gemeinsame Mahlzeiten zuzubereiten und einzunehmen.

Zur technischen Assistenz erläutert Matthias Gundler, Prokurist der Westfälisch-Lippischen Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (WLV), einer Tochter des LWL: „Wir möchten Barrieren im Wohnbereich beseitigen durch ein technisches Unterstützungssystem, das auf den individuellen Hilfebedarf der zukünftigen Mieterin oder des zukünftigen Mieters zugeschnitten ist.“ Dass Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf in ihren eigenen vier Wänden leben und in ihrer Nachbarschaft eingebunden sind, ist neu. „Wir unterstützen besondere Projekte wie dieses gerne, denn sie stehen für ein inklusives, selbstständiges Leben und für eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft“, so der SPD-Fraktionsvorsitzender in der Landschaftsversammlung, Holm Sternbacher.

Dass sich die Rock- und Popgeschichte im neu umgebauten Rock’n’Popmuseum mit allen Sinnen nachspüren lässt – auch davon überzeugten sich die SPD-Mitglieder beim Besuch in Gronau. Gerade die dort jetzt geschaffene Barrierefreiheit sei ein wichtiger Schritt zur Realisierung eines gesellschaftlich wichtigen Projekts, wie die SPD-Fraktion des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) findet.

„Wir wollten das Museum zum einen für Familien noch interessanter gestalten, zum anderen wollten wir es inklusionsgerechter ausstatten, erläuterte Museums-Geschäftsführer Thomas Albers den Politikern. Einen Teil der Finanzierung übernahm der Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

„Wenn man die Modernisierung der Ausstellung von Anfang an begleitet hat, ist es umso beeindruckender, jetzt das Ergebnis zu sehen. Ich denke, die Förderung dieser einzigartigen Ausstellung war eine gute Investition“, so Sternbacher.

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