Benno Schlünsen engagiert sich auf Bundesebene für die Ev. Freikirche
Kirchenamt schlägt Traineramt

Gronau -

T-Shirt, Jogginghose und Turnschuhe – so kennen die Handballer von Vorwärts Gronau Benno Schlünsen, der selbst über Jahrzehnte höherklassig Handball spielte und seit 2008 Jugendmannschaften der Blau-Weißen trainiert. Doch das ist nur eine Leidenschaft des 52-jährigen Ingenieurs. „Neben meiner Frau Katrin und meinen Kindern Christin (25), Robin (24) und Kevin (17) ist mir noch eine Sache sehr wichtig: die Evangelische Freikirche am Olympiaweg, in der ich mich seit 21 Jahren ehrenamtlich engagiere. Sie war letztendlich auch mit ausschlaggebend dafür, dass es mich nach zwölf Dienstjahren bei der Marine 1997 von Hamburg nach Gronau verschlug“, sagt Schlünsen im Gespräch mit den WN.

Mittwoch, 15.05.2019, 10:11 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 10:20 Uhr
Benno Schlünsen engagiert sich in der Evangelischen Freikirche. Dafür will er als Handballtrainer eine Pause einlegen.
Benno Schlünsen engagiert sich in der Evangelischen Freikirche. Dafür will er als Handballtrainer eine Pause einlegen. Foto: privat/aho

Insgesamt gibt es in Deutschland 25 solcher Ortsgemeinden, die sich im Freikirchlichen Bund in der Gemeinde Gottes (FBGG) organisiert haben. „Der FBGG ist ein eingetragener Verein und hat seinen Sitz in Hamburg. Er übernimmt die Funktion eines Dachverbandes, leitet den Gesamtbund und verwaltet die Immobilien. Zentral kümmert sich der FBGG um die Ausbildung der Pastoren, die Herausgabe von Literatur sowie die Altersvorsorge für die hauptamtlichen Mitarbeiter und ihre Familien“, so der Gronauer, der dem Vorstand des FBGG seit 18 Jahren angehört.

„Nachdem FBGG-Geschäftsführer Andreas Bürgin sein Amt aus gesundheitlichen Gründen im Juni 2018 zur Verfügung gestellt hatte, wurden seine Aufgaben jetzt auf die übrigen fünf Vorstandsmitglieder Ralf Klinner, Jürgen Oppenheim, Dieter Rucks, Rüdiger Puchta und mich verteilt“, nennt er als Grund dafür, dass er in der kommenden Saison als Handballtrainer eine Auszeit einlegen möchte. „Es sind in den letzten Monaten viele Dinge liegengeblieben, die es nun aufzuarbeiten gilt. Organisatorisches Talent bei der Ausarbeitung von bundesweiten Aktivitäten und EDV- und Buchhaltungskenntnisse zählen zweifelsohne zu meinen Stärken, sodass ich diese Aufgabengebiete übernehmen und daher regelmäßig an den Wochenenden in der Geschäftsstelle in Hamburg sein werde“, freut sich Benno Schlünsen auf die neue Herausforderung in der Vor­standsarbeit des Dachverbandes.

Wenn es die Zeit zuließe, wolle er aber auch die Handballspiele von Vorwärts Gronau weiter verfolgen. „Ich habe die Jungen zum Teil von der C- bis hin zur A-Jugend trainiert. Da kann ich doch nicht einfach so aufhören, ihren Werdegang weiter zu verfolgen, oder?“, fragt Schlünsen rhetorisch.

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