Kaiser-Maximilian-Preis
Euregio Youth Battle in Österreich vorgestellt

Gronau/Innsbruck -

Das Jugendprojekt Euregio Youth Battle stand auf der Shortlist des renommierten österreichischen Kaiser-Maximilian-Preises. Projektleiterin Stéphanie Woldringh und Jugendsiegerin Sarah Vortkamp waren in Innsbruck anwesend, um an der Feier teilzunehmen und das Projekt zu präsentieren.

Donnerstag, 16.05.2019, 09:00 Uhr
Am Rande der Preisverleihung fanden Begegnungen zwischen jungen Leuten aus verschiedenen europäischen Ländern statt.
Am Rande der Preisverleihung fanden Begegnungen zwischen jungen Leuten aus verschiedenen europäischen Ländern statt. Foto: Stadt Innsbruck/Die Fotografen

Im November hatte die Euregio erstmals die grenzüberschreitende Jugendveranstaltung „Euregio Youth Battle“ organisiert. Junge Menschen aus dem Euregio-Gebiet waren eingeladen, Vorschläge und Projekte für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu erarbeiten. Der beste Projektvorschlag, die „Grensztafel“, war für die Umsetzung mit 5000 Euro ausgezeichnet worden.

Dieses Projektkonzept kam zusammen mit fünf weiteren europäischen Initiativen in die engere Auswahl des Kaiser-Maximilian-Preises. Stéphanie Woldringh und Sarah Vortkamp vertraten das Euregio-Projekt. Eine große Ehre, wie Stéphanie Woldringh findet: „Es ist fantastisch, dass unser Jugendwettbewerb nicht nur in der Region gut aufgenommen wurde, sondern auch anderswo in Europa Anklang findet.“

Kaiser-Maximilian-Preis

Seit 1998 wird der Kaiser-Maximilian-Preis jedes Jahr an Persönlichkeiten verliehen, die sich besonders um die lokale und regionale Europapolitik verdient gemacht haben. Im Rahmen des Kaiser-Maximilian-Gedenkjahres 2019 wurde beschlossen, den Preis den Bürgerinnen und Bürgern noch näher zu bringen: Erstmals können auch Projekte und Initiativen vorgestellt werden, die die europäische Integration kreativ, nachhaltig und greifbar verkörpern. Darüber hinaus wurde der Preis erstmals europaweit ausgeschrieben. Es gingen Vorschläge aus acht verschiedenen Ländern ein. Eine kompetente internationale Jury wählte die Shortlist und den Gewinner aus.

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Im Rahmen des ganztägigen Programms der Preisverleihung fand unter anderem ein Jugenddialog statt. In einem zweieinhalbstündigen Workshop kamen die sechs Initiatoren und rund 50 österreichischen Studierenden ins Gespräch. Dabei ging es um ihre Wünsche und Träume für Europa. Sie konnten auch ihre Stellungnahme zu den sechs vorgeschlagenen Projekten der Auswahlliste abgeben und Verbesserungsvorschläge machen. Eine Aufgabe, die von den Studenten mit Begeisterung angenommen wurde. Sarah Vortkamp äußert sich positiv über den Workshop: „Es ist wichtig, auch auf die Wünsche junger Menschen bezüglich der europäischen Zusammenarbeit zu hören. Auf diese Weise binden wir junge Menschen ein und begeistern sie für Europa.“

Auf den Jugenddialog folgte ein Bürgerdialog mit einer interaktiven Podiumsdiskussion über die Zukunft der europäischen Zusammenarbeit. Neben zahlreichen interessierten Bürgern wurden unter anderem Frédéric Vallier, Generalsekretär des Rates der Gemeinden und Regionen Europas, und Herwig van Staa, ehemaliger Landeshauptmann des Landes Tirol, eingeladen, ihre Vision von Europa zu teilen. Die bevorstehenden Europawahlen beschäftigten die Teilnehmer. Auch Fragen wie die Nachhaltigkeit in der EU wurden diskutiert.

Am Abend fand die Preisverleihung und Bekanntgabe des Siegerprojekts im festlichen Rahmen des Hauses der Musik statt. Den ersten Preis von 10 000 Euro gewann das Innsbrucker Projekt „Rückenwind“. Ein Projekt, das jungen Menschen, unabhängig von ihrer persönlichen Vergangenheit oder möglichen Behinderungen, die Möglichkeit bietet, ein Praktikum im europäischen Ausland zu absolvieren oder an sozialen oder kommunalen Projekten teilzunehmen. Der Youth Battle wurde neben den anderen Shortlist-Projekten während der Präsentation erneut der Öffentlichkeit vorgestellt. Alle Initiativen wurden für ihren gesellschaftlichen Mehrwert und ihren Beitrag zur Darstellung der europäischen Zusammenarbeit gelobt.

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