Runder Tisch „Sternenkinder“
Neue Impulse für die Arbeit gesammelt

Gronau -

Viele neue Impulse wurden jetzt bei einer Zusammenkunft der Mitglieder des Runden Tisches „Sternenkinder“ im Konferenzraum des Café Vita des St.-Antonius-Hospitals gesammelt.

Freitag, 17.05.2019, 11:01 Uhr aktualisiert: 17.05.2019, 11:20 Uhr
Der Runde Tische „Sternenkinder“ tagte jetzt im St.-Antonius-Hospital.
Der Runde Tische „Sternenkinder“ tagte jetzt im St.-Antonius-Hospital. Foto: privat

Der Runde Tisch entstand auf Initiative des Arbeitskreises „Sternenkinder“ (Mitglieder sind: Mayo Game-Brügger; Elisabeth Grote , SKF; Kirsten Radau, Diakonie; Brigitte Diekmann; Steffi Lindebaum; Senait Berhane , Oberärztin, St. Antonius-Hospital und Christiane Hölscher, Pastoralreferentin). Er wurde ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit aller, die die Familien eines Sternenkindes begleiten, zu verbessern.

So trafen sich jetzt Gynäkologinnen, Pflegekräfte, Hebammen, Mitarbeiterinnen der Schwangerschaftsberatungen, Bestatter und Seelsorgerinnen aus Gronau und Epe sowie die Mitarbeiterinnen des Arbeitskreises „Sternenkinder“, um den gegenwärtigen Stand der Zusammenarbeit zu reflektieren und nach Wegen zu suchen, um die betroffenen Familien besser unterstützen zu können, wie es in einer Mitteilung heißt.

Ein großes Thema war dabei, wie Betroffene über die bestehenden Hilfsangebote und die Bestattungstermine von Sternenkindern informiert werden können.

Dr. Senait Berhane schilderte, dass Frauen, die ihr Kind im ersten Trimester der Schwangerschaft verlieren würden, oft nur wenige Stunden im Krankenhaus verbringen. Die Frauen stünden oft unter Schock und für sie breche in diesem Moment oft die Welt auseinander. Zusätzlich begegne ihnen eine kaum zu bewältigende Papier- und Informationsflut. Informationen, beispielsweise über die Bestattungen der Sternenkinder, könnten daher oft nicht aufgenommen werden.

Aus diesem Anlass wurde überlegt, durch welche Medien die Betroffenen zusätzlich informiert werden könnten. Dazu wurde ein Internetauftritt geplant. Außerdem sollen Informationen über die verschiedenen Hilfsangebote in den sozialen Netzwerken erscheinen sowie über die Aushänge der Kirchengemeinden.

Dieter Lange-Lagemann berichtete dann über die Arbeit des Hospizvereins Ochtrup. Der Hospizverein hat im vergangenen Jahr ebenfalls eine Grabstätte für Sternenkinder auf dem Ochtruper Friedhof errichtet, an der diese beigesetzt werden können.

Bereits im vergangenen Jahr gab es ein Treffen des Arbeitskreises Sternenkinder und des Hospizvereins Ochtrup, um künftige Kooperationen zu planen. Beim damaligen Treffen entstand auch der Wunsch der Mitglieder des Arbeitskreises, die inzwischen über zehn Jahre alte Grabstätte für Sternenkinder auf dem katholischen Friedhof in Epe neu, schöner und hoffnungsvoller zu gestalten.

„Diese Grabstätte ist ein wichtiger Ort, um Eltern einen Abschied zu ermöglichen und um ihnen Raum für ihre Trauer zu geben. Das zeigen die vielen persönlichen Erinnerungsstücke, die dort niedergelegt werden, und die dort regelmäßig brennenden Kerzen“, bestätigt Mayo Game-Brügger vom Arbeitskreis. Es wird jetzt ein Konzept erarbeitet – inspiriert durch die Stele für Sternenkinder auf dem Ochtruper Friedhof –, um die Grabstätte neu zu gestalten.

Damit es auch in Zukunft ein würdiger Ort der Trauer und Erinnerung sein kann, sammelt der Arbeitskreis Spenden. Unterstützer können unter IBAN: DE07 4016 4024 0008 2202 00 bei der Volksbank Gronau-Ahaus oder IBAN: DE62 4015 4530 0059 0450 70 bei der Sparkasse Westmünsterland (Verwendungszweck: „330 Spende Sternenkinder“) spenden.

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