Information der Verbraucherberatung
Sonne in den Tank bringen

Gronau -

Wer die Kraft der Sonne nutzen will, der macht dies aus unterschiedlichen Motiven. Die Verbraucherzentrale erläuterte auf dem Markt in Epe, wie sie individuelle Unterstützung bei der Suche nach den passenden Lösungen anbieten kann.

Samstag, 18.05.2019, 08:37 Uhr aktualisiert: 18.05.2019, 08:50 Uhr
Immer wieder nutzten am Freitag Besucher des Wochenmarktes in Epe die Gelegenheit, mit den Experten der Verbraucherberatung ins Gespräch zu kommen.
Immer wieder nutzten am Freitag Besucher des Wochenmarktes in Epe die Gelegenheit, mit den Experten der Verbraucherberatung ins Gespräch zu kommen. Foto: Guido Kratzke

Vor einiger Zeit lautete die Empfehlung an Hausbesitzer, die auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installieren wollten, nur so viele Paneele zu installieren, wie zum Eigenverbrauch genutzt werden können. „Aber das gilt jetzt nicht mehr“, erklärt Evelyn Hillebrand von der Verbraucherberatung NRW. „Heute empfehlen wir, möglichst viel von der Dachfläche zu nutzen.“

Genau so ist es auch mit der Dachausrichtung. Früher war eine große Südfläche gefragt, heute sieht man auch bei Ost- und Westlagen bei bestimmten Nutzerprofilen große Vorteile. „Nicht nur in der Technik gibt es ständig Weiterentwicklungen“, weiß die Mitarbeiterin. Auch der gesetzliche Rahmen sehe heute anders aus als beispielsweise noch im vergangenen Jahr.

Als Experten hatten die Verbraucherschützer Diplom-Ingenieur Hans-Jürgen Janning mit nach Epe gebracht, der den Marktbesuchern besonders bei Fachfragen Rede und Antwort stand.

Ein besonderer Fokus des Info-Standes sollte auf die Kombination aus Solaranlagen und Autos mit Elektro-Antrieb gelegt werden. „Das Energiethema ist für uns ein Dauerbrenner mit großem Interesse bei den Besuchern“, erklärt Hillebrand und berichtet von konkreten Fragen, mit denen Gäste an den Stand gekommen seien.

„Wir bieten alle zwei Wochen in Gronau eine kostenlose Beratung an“, so die Öffentlichkeitsarbeiterin der Verbraucherzentrale weiter. Zudem werde bis Ende Juli für nur 30 Euro eine individuelle Beratung bei den Hausbesitzern vor Ort angeboten. In diesem Rahmen würden beispielsweise Wirtschaftlichkeitsfragen beantwortet. „Mit diesen Erkenntnissen können dann Fachbetriebe vor Ort angesprochen und konkrete Angebote eingeholt werden“, verweist Janning auf das Gebot zur Neutralität der Beratungsstelle. „Angesichts der erforderlichen Investitionen sorgt diese Analyse für Sicherheit.“ Viele Personen, die sich bereits mit dem Thema Photovoltaik auseinander gesetzt haben, wissen zudem nicht, wo sie konkret anfangen sollen, hat Evelyn Hillebrand beobachtet. Die Beratung am eigenen Objekt sorge dabei für Klarheit.

„Für uns ist es wichtig, mit welcher Motivation der Hausbesitzer an die Sache herangeht“, verdeutlicht Janning. Gehe es darum, dauerhaft die Energiekosten zu verringern? Oder soll möglichst viel Strom produziert werden? „Das lassen wir in unsere Berechnungen einfließen“, betont der Energie-Experte. 

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