Vorschlag des Verkehrsausschusses für den Rat
Straßen erinnern an Hans Klaas und Pater Diekmann

Gronau -

Der Verkehrsausschuss hat am Donnerstag die Benennung von zwei Gronauer Straßen nach bekannten Persönlichkeiten der Stadt beschlossen. Stimmt der Rat zu, wird es künftig eine „Hans-Klaas-Straße“ und eine „Pater-Diekmann-Straße“ in der Stadt geben.

Samstag, 18.05.2019, 10:00 Uhr
Hans Klaas †
Hans Klaas † Foto: privat

Die „Hans-Klaas-Straße“ wird dabei in unmittelbarer Nähe der K+K-Zentrale liegen, deren heutige Adresse die Ochtruper Straße ist. Künftig liegt der Firmensitz an der „Hans-Klaas-Straße“. Die neue Abzweigung führt auf einer neuen Kreuzung im Bereich Schulze-Wilmert /Maybachstraße auf die ehemaligen Arminia-Flächen und soll ein dort neu entstehendes Gewerbegebiet erschließen.

„Wer ihn kannte weiß, dass Hans Klaas eine beeindruckende Unternehmerpersönlichkeit war“, würdigte Erich Schwartze ( FDP ) den neuen Namensgeber und sprach sich für die Benennung der Straße aus. „Sein Lebenswerk, die Firma K & K, prägt die Region, insbesondere aber die Stadt.“ Neben den geschaffenen Arbeitsplätzen sei besonders die regionale Versorgung der Bevölkerung zu nennen. Das Lebenswerk des Gronauer Ehrenbürgers Hans Klaas (1927-2011) stelle in der Region zudem ein Gegengewicht gegen die zunehmend zur Marktbeherrschung führenden Entwicklungsstrategien großer Discounter dar.

Pater Herbert Diekmann †

Pater Herbert Diekmann † Foto: privat

„Besonders wichtig für die Stadt Gronau ist das Lebenswerk von Hans Klaas aber auch unter dem Gesichtspunkt eines modernen gesamtstädtischen Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes. Die von ihm im Stadtgebiet gegründeten Filialen können einen wichtigen Beitrag bei der Schaffung künftiger Nahversorgungszentren in Verbrauchernähe leisten“, so Schwartze.

Die „Pater-Diekmann-Straße“ wird im neuen Baugebiet „An der Eßseite“ entstehen. Diekmann absolvierte nach der Schule eine Ausbildung zum Chemielaboranten, machte dann Abitur und begann ein Theologiestudium in Münster. 1971 legte er sein erstes Gelübde als Salesianer der Ordensgemeinschaft Don Bosco ab. Nach weiteren Studien und Zeiten als Diakon wurde er 1976 in Köln zum Priester geweiht. Nach einem weiteren Studium (Sozialpädagogik) war Diekmann bis zu seinem Tod 2005 in verschiedenen Einrichtungen des Ordens in Deutschland im Einsatz. Als Heimatforscher veröffentlichte er viele Beiträge, forschte auf Friedhöfen und in Archiven und erstellte unter anderem eine umfassende „Bibliografie der Stadt Gronau“.

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