Freilichtbühne Bad Bentheim
„Peter Pan“ und anrüchige Komödie

Bad Bentheim -

Rund zwei Wochen bleiben noch Zeit, dann geht es auf der Freilichtbühne Bad Bentheim los mit der Aufführung des Familienstücks „Peter Pan“ am Himmelfahrtstag (Donnerstag, 30. Mai) um 15 Uhr. Das Abendstück „Kaninchen können’s besser“ wird am 15. Juni (Samstag) um 20.30 Uhr zum ersten Mal gezeigt.

Mittwoch, 22.05.2019, 11:14 Uhr aktualisiert: 22.05.2019, 11:20 Uhr
Zwei Inszenierungen bringen die Darsteller der Freilichtbühne Bad Bentheim in diesem Jahr auf die Bühne. Das Kinderstück „Peter Pan“ und eine etwas anrüchige Verwechslungskomödie mit dem Titel „Kaninchen können´s besser“.
Zwei Inszenierungen bringen die Darsteller der Freilichtbühne Bad Bentheim in diesem Jahr auf die Bühne. Das Kinderstück „Peter Pan“ und eine etwas anrüchige Verwechslungskomödie mit dem Titel „Kaninchen können´s besser“. Foto: Jonas Schönrock

Die Vorbereitungen auf die neue Saison laufen bei den Freilichtspielen Bad Bentheim auf Hochtouren. Unter den wachsamen Augen der österreichischen Regisseurin Karina-Lisa Pauritsch stehen nacheinander die Protagonisten der diesjährigen Stücke auf der Freilichtbühne, um den letzten Feinschliff für die Premieren vorzunehmen. Rund zwei Wochen bleiben noch Zeit, dann geht es los mit der Aufführung des Familienstücks „ Peter Pan “ am Himmelfahrtstag (Donnerstag, 30. Mai) um 15 Uhr. Das Abendstück „Kaninchen können’s besser“ wird am 15. Juni (Samstag) um 20.30 Uhr zum ersten Mal gezeigt.

Während die Freilichtspiele mit „Peter Pan“ auf ein bekanntes Stück mit vielen Tanz- und Gesangselementen setzen, schlagen sie mit dem Abendstück in diesem Jahr wieder einen anderen Weg ein. Nach mehreren Musikstücken wie „Das Wirtshaus im Spessart“ oder „Dracula – das Musical“, steht nun mit „Kaninchen können’s besser“ das erste reine Sprechstück seit 2011 auf dem Programm. Recht unbekannt ist es obendrein. „Das ist natürlich immer ein Risiko“, gibt Vereinsvorsitzender Dr. Joachim Ohnemus zu. Bei der Stückauswahl sei durchaus kontrovers diskutiert worden. Schließlich habe es eine knappe Mehrheit für die etwas anrüchige Verwechslungskomödie gegeben.

Darum geht es: Um Fördermittel für den Neubau eines Bürgerhauses zu bekommen, hat der Bürgermeister die Einwohnerzahlen fingiert. Es fehlen ganze sechs Dorfbewohner. Jemand verrät den Betrug bei der Kommunalverwaltung. Jetzt kann die Rettung nur heißen: Kinder kriegen. Der harte Kern des Gemeinderates beschließt, ein „Animationsfest“ mit Freibier, Erotikfilm, Striptease-Tänzerin und heimlich ins Bier gemischtem Viagra zu veranstalten. Kaum kommt die erste Damen aus der Stadt, beginnen Missverständnisse und Verwechslungen. 40 Akteure zwischen zwölf und 75 Jahren stehen dabei auf der Bühne.

Beim Familienstück „Peter Pan“ sind es 70 Schauspieler zwischen Null und 71 Jahren. Davon sind 40 Mitglieder Kinder und Jugendliche. Zum Inhalt: Jeden Abend erzählt Wendy Darling ihren Brüdern Michael und John vom sagenumwobenen Nimmerland, wo Peter Pan mit den „Verlorenen Kindern“ lebt und niemals erwachsen werden will. Eines Abends steht Peter mit der Fee Tinker Bell in ihrem Schlafzimmer und fliegt mit ihnen nach Nimmerland. Dort erleben sie nicht nur märchenhafte Abenteuer, sondern es lauern auch Gefahren in Person des hinterhältigen Captain Hook.

Viele der Hauptrollen sind doppelt besetzt, von Aufführung zu Aufführung wird regelmäßig gewechselt, wie Patrick Pruban verrät, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Regisseurin Karina-Lisa Pauritsch, die nach ihrem Studium der Theater-, Film-, und Medienwissenschaften an der Uni Wien in Osnabrück Musical und Vokalpädagogik studiert hat, ist bei dem Familienstück auch für die musikalische Leitung zuständig. „Wir proben für beide Stücke seit Anfang des Jahres“, sagt Pauritsch, die sich von den Ensembles beeindruckt zeigt: „Es ist einfach toll zu sehen, wie hier alle zusammenarbeiten und bereit sind, ihre Freizeit zu investieren. Auch die Kinder arbeiten sehr konzentriert.“ Die Choreografien für „Peter Pan“ hat Dominique Schölling mit den Akteuren einstudiert. Bis auf Regie und Choreografie wird an der Freilichtbühne alles ehrenamtlich geleistet. „Dem Ehrenamt muss man sehr dankbar sein“, sagt Joachim Ohnemus. „Es funktioniert nur, wenn alle Beteiligten in eine Richtung laufen.“

Eintrittskarten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Weitere Informationen und alle Aufführungstermine gibt es im Internet:

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6630284?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Das große Jucken
Die Stiche und Bisse von Insekten sind für Laien mühsam zu identifizieren.
Nachrichten-Ticker