Krise bei der Beschäftigungsgesellschaft
Betriebsrat der Chance tritt zurück

Gronau -

Der Betriebsrat der Städtischen Beschäftigungsgesellschaft Chance gGmbH ist zurückgetreten. Das teilte die Vorsitzende des Gremiums, Ulla Conrads-Gründken, am Dienstag gegenüber den WN mit.

Mittwoch, 22.05.2019, 06:16 Uhr aktualisiert: 22.05.2019, 06:20 Uhr

Der Betriebsrat der Städtischen Beschäftigungsgesellschaft Chance gGmbH ist zurückgetreten. Das teilte die Vorsitzende des Gremiums, Ulla Conrads-Gründken, am Dienstag gegenüber den WN mit. Ein Termin für Neuwahlen steht noch nicht fest. Zunächst soll eine Betriebsversammlung durchgeführt werden.

Ein Auslöser für den Rücktritt ist die seit Monaten schwelende Affäre um die Überwachung eines Mitarbeiters mit einem GPS-Tracker (die WN berichteten). Das Vertrauen zwischen Teilen des Betriebsrats und der Geschäftsführung gilt schon seit Langem als zerrüttet. Ein Riss geht auch durch das Gremium selbst. Einigen Betriebsrats-Mitgliedern wird vorgeworfen, in die „Machenschaften“ rund um die Überwachung involviert zu sein und gegen die Interessen der Chance-Mitarbeiter verstoßen zu haben.

Wer für die Überwachungs-Aktion verantwortlich ist, ist bislang nicht bekannt. Aufklärung waren durch Zeugenaussagen im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses vorm Arbeitsgericht erwartet worden. Allerdings ist die betreffende Kündigung von der Geschäftsführung zurückgezogen worden. Die Aussichten, die Kündigung gerichtlich durchzusetzen, wären offensichtlich gering gewesen.

Im Juni werden zwei weitere Kündigungsschutzklagen in Kammerterminen vorm Arbeitsgericht in Ahaus verhandelt. Ob es in dem Zusammenhang zu weiteren Erkenntnissen in der Affäre kommt, ist derzeit noch nicht absehbar.

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