Pfadfinderinnen sind rund um das Pfarrzentrum St. Antonius aktiv
Kräuterspirale und Blumenbeete

Gronau -

Nur wenige Kilometer Luftlinie vom Agatha-Domizil entfernt, „kämpfen“ am Samstag zur gleichen Zeit Mädchen und junge Frauen an der Mühlenmathe mit Efeuranken und widerspenstigen Bodendeckern. Sie gehören zum Stamm Gronau der Pfadfinderinnen St. Georg (PSG) und haben sich vorgenommen, rund um das – innen sanierte und neugestaltete – Pfarrzentrum St. Antonius die Außenanlagen zu verschönern. Miriam Hewing, bei der die Fäden dieser Aktion zusammenlaufen, sagt, was alles auf dem Programm steht: „Kräuterspirale und Blumenbeet anlegen, Paletten-Möbel bauen, Insektenhotel und Vogelhäuschen basteln.“ Das alles wollen die Pfadfinderinnen nicht in 72, sondern in rund 24 Stunden schaffen.

Montag, 27.05.2019, 08:28 Uhr aktualisiert: 27.05.2019, 08:30 Uhr
Die Pfadfinderinnen, Pfarrer Edward Pawolka und Frank Nöcker legten für das Foto eine kurze Arbeitspause ein.
Die Pfadfinderinnen, Pfarrer Edward Pawolka und Frank Nöcker legten für das Foto eine kurze Arbeitspause ein. Foto: Klaus Wiedau

Samstagmittag sind erste Ergebnisse schon zu erkennen: Die Fläche für die Kräuterspirale ist gerodet. Mit dem Spaten stechen einige Mädchen die Kante für das Blumenbeet ab. „Ich kann nicht mehr“, sagt Katharina irgendwann und gibt den Spaten weiter. „Mach mal Pause und iss etwas“, rät Miriam Hewing . Rund zwei Dutzend Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen elf und über 20 Jahren packen bei der teilweise schweren und staubigen Arbeit mit an. Mitten dazwischen auch Kurat Pfarrer Edward Pawolka, der ebenfalls mitmischt.

Die Arbeiten rund um Pfarrzentrum haben die Pfadfinderinnen nicht von ungefähr gewählt: „Das, was wir hier machen, passt gut zu unserem PSG-Jahresthema ,Natürlich‘, mit dem wir uns ohnehin im Rahmen der Gruppentreffen und auch Wochenende in unserer Jugendbildungsstätte beschäftigen.“

Celina, Malin und Klara haben inzwischen von Kräuterspirale und Blumenbeet zur „Baustelle“ für die Insektenhotels gewechselt. Zu den Pfadfinderinnen gehören sie seit einigen Jahren und sind mit Begeisterung dabei. „Das macht Spaß“, sagen sie auch mit Blick auf die Insektenhotels, für die sie gerade verschiedene Hölzer und Bambusstücke zusammensetzen.

Ein paar Meter weiter steht Frank Nöcker an einer Säge und zerlegt Holzlatten, aus denen später Vogelhäuser werden sollen. Keine gewöhnlichen Vogelhäuser, sondern aus Holz, das bis vor einiger Zeit noch als Kirchenboden diente. Nöcker ist einer von denen, die die Aktion der Mädchen und Frauen aktiv unterstützen. Kurz zuvor hat er noch mit einigen der Mädchen die schon fertigen Palettenmöbel mit Schmiergelpapier bearbeitet. Jetzt sorgt er für Baustellenlärm: „Ich werd´ bis heute Abend noch wohl ein bisschen Krach machen mit der Säge“, schmunzelt er. Andere helfen durch Spenden: Steine gab es von der Firma Garten- und Landschaftsbau Terdenge, Mutterboden von der Firma Gartenbau Droste, Paletten vom Unternehmen Stenau. Zudem können die Pfadfinderinnen auf Hilfe von Eltern, Kirchengemeinde und Jugendzentrum St. Josef zurückgreifen, wie Miriam Hewing verrät.

Ist das Arbeitspensum bis zum Abend zu schaffen? Miriam Hewing ist zuversichtlich, hat aber auch einen Plan B. „Was nicht fertig wird oder Dinge, die wir uns noch zusätzlich vorgenommen haben – etwa den Bau von Nistkästen – machen wir in den Gruppenstunden weiter. Und auch um die Kräuter in der neuen Kräuterspirale wollen sich die Pfadfinderinnen kümmern – wenn sie denn erst mal aus der Erde sprießen . . .

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