Zahl seit 2017 beinahe verdoppelt
1241 Transporte mit radioaktivem Material

Gronau -

1241 genehmigungspflichtige Transporte mit insgesamt 13 728 Tonnen radioaktivem Material haben im vergangenen Jahr NRW erreicht oder verlassen. 271 Mal war die Urananreicherungsanlage Ausgangspunkt. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Wibke Brems (Bündnis 90/Die Grünen) hervor.

Sonntag, 26.05.2019, 19:26 Uhr aktualisiert: 27.05.2019, 17:07 Uhr
1241 Atomtransporte wurden im vergangenen Jahr in NRW genehmigt.
1241 Atomtransporte wurden im vergangenen Jahr in NRW genehmigt. Foto: privat

In NRW gab es somit 2018 mehr als doppelt so viele Transporte von radioaktivem Material wie 2017. „Der Transport-Anstieg geht fast ausschließlich auf Ausfuhren aus der Urananreicherungsanlage Gronau zurück“, so Brems . Insgesamt wurden 5807 Tonnen ausgeführt, 1271 mehr als im Jahr davor. Seit 2013 haben sich Brems‘ Angaben zufolge die Ausfuhren aus der Urananreicherungsanlage Gronau fast verdreifacht.

„Jeder Transport von radioaktivem Material stellt eine potenzielle Gefahr für unsere Bevölkerung dar. Unnötige Transporte müssen daher verhindert werden“, so Brems in ihrer Anfrage. Die Landesregierung wies darauf hin, dass Transporte radioaktiver Stoffe unter Beachtung der für den Straßentransport geltenden Rechtsvorschriften über die Beförderung gefährlicher Güter durchgeführt wurden und werden. Dadurch werde dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung nachgekommen. Zudem würden Genehmigungen für Beförderungen von Kernbrennstoffen nur dann erteilt, „wenn u. a. der erforderliche Schutz gegen Störmaßnahmen oder sonstige Einwirkung Dritter gewährleistet ist“.

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