Nach der Wahl
Feierstimmung bei „Pulse of Europe“

Gronau -

Bei den Gronauer Aktiven der Bewegung „Pulse of Europe“ herrschte am Sonntagabend Feierstimmung. „Unser Anliegen, die Rechten nicht weiter nach vorne kommen zu lassen, haben wir erreicht – zumindest in Gronau und auch deutschlandweit“, sagte Mira Oonk von der örtlichen Gruppe auf WN-Anfrage. Damit habe sich der Einsatz der vergangenen Wochen und Monate gelohnt.

Montag, 27.05.2019, 19:00 Uhr
Die Gronauer Aktiven von „Pulse of Europe“ bei einer Aktion im Vorfeld der Europawahl.
Die Gronauer Aktiven von „Pulse of Europe“ bei einer Aktion im Vorfeld der Europawahl. Foto: Klaus Wiedau

„Pulse of Europe“ hatte bei etlichen Veranstaltungen im wahrsten Sinne des Wortes Flagge gezeigt. In Gronau und Epe hatte die Gruppe Schaufenster leer stehender Geschäfte mit Aufrufen „pro Europa“ geschmückt. „Auch Udo Lindenberg hat unser Anliegen unterstützt“, ist Mira Oonk dankbar.

Auch wenn das Engagement auf den Wahltag 26. Mai ausgerichtet war, will die Gronauer Gruppe von „Pulse of Europe“ sich nicht auflösen, ihre Aktivitäten aber zurückfahren.

Die Gronauer Gruppe freute sich, dass die Wahlbeteiligung spürbar gestiegen ist. Auch wenn in Gronau durchaus noch Luft nach oben blieb. Hier hatte die Wahlbeteiligung (wie berichtet) erneut unter dem Durchschnitt gelegen. Gronau hatte wieder die rote Laterne im Münsterland. Doch zumindest war eine ansteigende Tendenz zu spüren.

Der Stimmenzuwachs der Europagegner und -skeptiker hielt sich in Grenzen. Zwar gewann die AfD auch in Gronau im Vergleich zur Europawahl von vor fünf Jahren 2,9 Prozentpunkte hinzu; doch gegenüber dem Ergebnis der Bundestagswahl 2017 schnitt die AfD mit einem Minus von rund 1,8 Punkten schlechter ab.

Die herbsten Verluste musste in Gronau die SPD hinnehmen. Sie verlor ein Drittel ihrer Wählerschaft. Das Minus der CDU fiel mit 6,8 Prozentpunkten nicht so deutlich aus; doch auch sie verfehlte ihr Ergebnis von 2014 deutlich.

Gewinner waren die Grünen, die ihr Resultat von 2014 mehr als verdreifachten. Die FDP machte ein Plus von 1,9 Prozentpunkten, die Linke musste ein Minus von 0,7 Prozent hinnehmen.

Obwohl es in Gronau mit 32 241 Wahlberechtigten genau 418 weniger gab als 2014, gaben 1032 Menschen mehr ihre Stimme ab (nämlich 16 042). Die Zahl der gültigen Stimmen stieg sogar um 1200.

Insgesamt standen 40 Parteien auf dem Wahlzettel. Die größte unter den kleineren war in Gronau „Die Parte“ des Satirikers Martin Sonneborn, die auf 1,50 Prozent kam. Die Tierschutzparte erreichte 1,11 Prozent.

Die weiteren Ergebnisse:

Piraten 0,76 %

Familie 0,63 %

Volt 0,48 %

Freie Wähler 0,34 %

ÖDP 0,26 %

Die Grauen 0,19 %

Tierschutz hier 0,17 %

Graue Panther 0,16 %

DiEM25 0,14 %

Die Humanisten 0,13 %

NPD 0,13 %

BIG 0,12 %

Partei für die Tiere 0,11 %

Volksabstimmung 0,10 %

Tierschutzallianz 0,09 %

Bündnis C 0,09 %

Die Frauen 0,08 %

Gesundheitsforsch. 0,08 %

Menschliche Welt 0,07 %

Bayernpartei 0,04 %

BGE 0,04 %

LKR 0,04 %

NL 0,04 %

Die Direkte 0,04 %

Liebe 0,03 %

ÖkoLinX 0,03 %

Die Rechte 0,03 %

MLPD 0,02 %

Die Violetten 0,02 %

III. Weg 0,02 %

DKP 0,01 %

SGP 0,00 %.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6645497?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Wie Bäckereien mit Software weniger Überschüsse produzieren
Mit der Software von Tobias Pfaff können Bäckereien auswerten, was die Kunden in ihren Filialen kaufen wollen – und was nicht.
Nachrichten-Ticker