Noch Luft nach oben beim Stadtradeln
13 Tonnen Kohlendioxid gespart

Gronau -

Sie tun was für die eigene Gesundheit und für den Klimaschutz: die Teilnehmer am Stadtradeln. Dabei geht es alljährlich darum, das Auto stehen zu lassen und möglichst viele Kilometer per Fiets abzustrampeln. Ein paar Preise – und die Ehre – sind zusätzliche Anreize, sich ins Zeug zu legen. 54 Teams mit 519 Teilnehmern registrierten im Aktionsraum vom 1. bis 21. Mai ihre Kilometer. Arbeitskollegen, Schulklassen und Freizeitsportler bildeten Gruppen. Die Radler traten auf dem Weg zur Arbeit oder Schule, aber auch hin der Freizeit kräftig in die Pedale. Als Lohn winkten für die größte Gruppe, das Team mit den meisten Kilometern und die Gruppen mit den meisten Kilometern pro Mitglied kleine Prämien.

Dienstag, 04.06.2019, 08:00 Uhr
Nicht alle Gewinner des Stadtradelns konnten teilnehmen. Die anwesenden nahmen am Montag ihre Preise aus den Händen der Organisatoren und des Bürgermeisters entgegen.
Nicht alle Gewinner des Stadtradelns konnten teilnehmen. Die anwesenden nahmen am Montag ihre Preise aus den Händen der Organisatoren und des Bürgermeisters entgegen. Foto: Martin Borck

Insgesamt wurden in Gronau 89 357 Kilometer erstrampelt. Das entspricht einer Vermeidung von 13 Tonnen Kohlendioxid, rechnete Katharina Detert vom Stadtmarketing vor, die die Veranstaltung gemeinsam mit Lisa Beloch von der Stadtverwaltung organisiert hatte.

Das Team mit den meisten Teilnehmern, nämlich 30, stellte die Urenco . Die Triathleten des TV Gronau strampelten die absolut meisten Kilometer ab: 7251. Die Teilnehmer der Zentralen Bau- und Umweltdienste der Stadt Gronau legten pro Person die meisten Kilometer zurück (483), gefolgt von den „Leezen im Buterland“ (475) und den Triathleten des TVG (453). Zahlreiche Klassen der Euregio-Gesamtschule Epe machten ebenfalls mit. Die drei besten waren die 6d mit 82, die 5a mit 73 und die 8b mit 66 Kilometern pro Person.

Die Aktion wird seit 2008 durchgeführt. Gronau war jetzt erst zum zweiten Mal dabei. „Im nächsten Jahr knacken wir die 100 000 Kilometer“, gaben sich die Anwesenden der Siegerehrung optimistisch. Es braucht eben seine Zeit, bis sich derartige Ideen in der breiten Öffentlichkeit durchsetzen.

Die Themen Radfahren, Verkehrssicherheit und Zustand der Radwege beschäftigte die Runde, zu der auch Bürgermeister Rainer Doetkotte stieß. „Es gibt viel zu verbessern“, gab Doetkotte zu, der selbst viel mit dem Rad unterwegs ist. Mit seinen Kollegen aus Bad Bentheim, Ochtrup und Heek steht er in Kontakt, die kommunalen Radwege besser aufeinander anschließen zu lassen. Auch die Verlängerung des Schnellradwegs F 35 von Enschede bis Ochtrup ist nach wie vor Thema. „Gut ausgebaute Radnetze – daran wollen wir was tun“, versprach Doetkotte. Doch auch wenn das Interesse groß sei, werde die Umsetzung nicht von heute auf morgen erfolgen.

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