Website soll im September online gehen
Visitenkarte für die Stadt

Gronau -

Die Website einer Kommune ist heutzutage so etwas wie ihre Visitenkarte. Wer sie anklickt, erwartet Informationen. Wissenswertes über die Stadt selbst, über die Verwaltung, Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten und das Freizeit- und Kulturprogramm. Unternehmer von außerhalb schauen ebenfalls erst einmal auf die Website, um Ansprechpartner zu finden. Auf gronau.de ist all das zwar vorhanden – doch man muss relativ lange suchen. Der Internetauftritt ist deutlich in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Als die jetzige Website der Stadt vor über zehn Jahren online ging, waren Smartphones noch längst nicht so verbreitet wie heute. Die derzeitige Website ist eher auf Nutzung am PC ausgerichtet. Auch optisch ist die Website nicht mehr auf dem neusten Stand.

Mittwoch, 05.06.2019, 07:30 Uhr
Manuela Rensing ist für den Relaunch der Webseite der Stadt verantwortlich.
Manuela Rensing ist für den Relaunch der Webseite der Stadt verantwortlich. Foto: Martin Borck

Darum steht ein „Relaunch“ an, wie es neudeutsch heißt. Das bedeutet: Die Seite wird umgekrempelt. Dafür zuständig ist bei der Stadtverwaltung Manuela Rensing . „Ein Glücksgriff, dass wir sie von den Stadtwerken ausleihen konnten“, sagt Bürgermeister Rainer Doetkotte . Rensing hat nämlich einen berufsbegleitendes Studiengang „Führung und Kommunikation“ mit dem Master abgeschlossen. Das erworbene Wissen kommt ihr bei der Neukonzeption der Seite zugute.

„Im Januar hat eine Projektgruppe mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung mit der Konzeption der neuen Seite gestartet“, sagt Manuela Rensing. Eine Richtschnur dabei: „Welche Inhalte sind für die unterschiedlichen Zielgruppen interessant und wichtig?“ Mit jedem Fachdienst hat Manuela Rensing Gespräche geführt, um die künftigen Anforderungen und Inhalte zu erarbeitet.

Die Seite soll aktuell, informativ, gut strukturiert und nutzerfreundlich sowie im Web leicht auffindbar sein und einen hohen Grad an Barrierefreiheit gewährleisten. Rensing: „Wir wollen zudem eine einheitliche Außendarstellung der Stadt als Konzern erreichen.“ Das bedeutet: Die Internetseiten der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und des Stadtmarketings werden stärker integriert. „Wir wollen unsre Tochtergesellschaften dabei mitdenken“, erläutert Erste Beigeordnete Sandra Cichon.

Die neue Seitenstruktur steht mittlerweile. Jetzt geht es darum, sie mit Inhalten zu füllen. Anfang September soll die neue Website freigeschaltet werden. Auch danach wird „eine ständige Lebendigkeit“ die Seite auszeichnen, so Rainer Doetkotte.

Und wie sieht es mit der Digitalisierung von Prozessen aus? Kann man auf der neuen Website künftig den Wohnsitz ummelden oder einen Pass beantragen? „Da stecken wir noch in den Kinderschuhen“, gibt Bürgermeister Doetkotte zu. Immerhin: Beim Standesamt kann man bereits Urkunden online beantragen. „Das Thema nimmt derzeit Fahrt auf.“ So sollen die unterschiedlichen Eingangskanäle, über die die Bürger sich an die Stadt wenden, künftig zentralisiert werden. Ein angestrebtes Ziel ist ein „transparentes Anliegenmanagement“. Als Beispiel nennt Doetkotte die Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner: „Künftig können uns Bürger per Smartphone einen Befall melden. Dabei können die jeweiligen GPS-Daten mitverarbeitet werden. Wenn ein zweiter Bürger die Verwaltung über denselben Befall informiert, bekommt er eine entsprechende Rückmeldung. Dabei“, so Doetkotte, „wird die Datensicherheit natürlich gewährleistet.“ Das Thema Digitalisierung fällt in seinen Vorstandsbereich – und ihm ist daran gelegen, die Dinge zu beschleunigen.

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