Klangpralinen-Konzert
Nah dran an großen Emotionen

Gronau -

Im Paul-Gerhardt-Heim fand am Sonntag ein weiteres Konzert in der Reihe „Klangpralinen“ mit dem Euregio-Quintett statt. In der exquisiten Besetzung von Streicherquartett und Klavier erklangen dabei Werke von Mozart, Schubert und Schumann.

Dienstag, 18.06.2019, 10:19 Uhr aktualisiert: 18.06.2019, 10:30 Uhr
Dicht an den Musikern erlebten die Zuhörer das neue Konzert im Rahmen der Reihe Klangpralinen.
Dicht an den Musikern erlebten die Zuhörer das neue Konzert im Rahmen der Reihe Klangpralinen. Foto: privat

Die Zuhörer waren zunächst überrascht von der neuen Aufteilung des Raumes und der neuen Halbkreisstellung der Stühle um die Musiker herum, später aber angetan vom neuen Klangerlebnis und von der Nähe zu den Musikern. Verspielt und leicht begann das Konzert mit dem Klavierquartett von W. A. Mozart , heißt es in einer Mitteilung. Durchsichtig musiziert, wurden Motive elegant von Instrument zu Instrument weitergereicht, so dass jedes gleichberechtigt im Quartett zum Vorschein trat. Von Schuberts Streichquartett in c-moll ist nur ein Satz erhalten geblieben, dennoch wirkt dieser in sich so rund, dass man nicht das große mehrsätzige Gefüge vermisst.

Der Höhepunkt des Konzertes erklang nach der Pause: Robert Schumanns Klavierquintett in Es-Dur, in vier leidenschaftlichen Sätzen, in denen Zuhörer und Musiker kaum zur Ruhe kommen können – sie werden durch Allegro - Marsch - Molto Vivace und Allegro auf eine sehr intensive Reise großer Gefühle, Gesten und hochstrebender Läufe mitgenommen, die sich zu großen musikalischen Bauten auftürmen. Die Fünfer-Besetzung verdichtet das hochromantische Werk umso mehr, die Möglichkeiten der Dialoge untereinander sind im Quintett deutlich erweitert, Klavier und Streicher schaukeln sich gegenseitig hoch, um in dem Schlusssatz in einer dichten Fuge zu münden und rissen die Zuhörer in ihrem perpetum mobile mit. Schumann schuf das Werk in nur fünf Tagen, im Hörgenuss des Euregio-Quintetts wird dem Zuhörer dieser Schaffensrausch des Komponisten sofort bewusst. Die beeindruckende Aufführung wurde mit langem Applaus honoriert.

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