Q1-Literaturkurse des Gymnasiums luden zu Aufführungen
Zuschauer werden zu Schöffen

Gronau -

Dass Q1-Literaturkurse zum Schuljahresende die Resultate ihrer Arbeiten präsentieren, hat am Werner-von-Siemens-Gymnasium Tradition. Anstelle klassischer Aufführungen wie Shakespeare´s „Hamlet“ oder Dürrenmatt´s Tragik-Komödie „Der Besuch der alten Dame“ ging die Q1 in diesem Jahr jedoch neue Wege.

Donnerstag, 20.06.2019, 09:43 Uhr aktualisiert: 20.06.2019, 09:50 Uhr
Der gestiefelte Kater tot, Rumpelstilzchen angeklagt. Schüler des Literaturkurses inszenierten auf der Bühne eine „märchenhafte“ Gerichtsverhandlung. Zudem wurde ein Werbefilm für das Gymnasium gedreht und präsentiert.
Der gestiefelte Kater tot, Rumpelstilzchen angeklagt. Schüler des Literaturkurses inszenierten auf der Bühne eine „märchenhafte“ Gerichtsverhandlung. Zudem wurde ein Werbefilm für das Gymnasium gedreht und präsentiert. Foto: Angelika Hoof

Während der Literaturkurs von Franz Küstner-Rensing mit dem Schwerpunkt Medien einen sechsminütigen Werbefilm über das WvSG erstellt hatte, der am Dienstagabend erstmalig in der Aula ausgestrahlt wurde, nahm der Theater-Literaturkurs von Kathrin Bußmann die Zuschauer in ihrem Schauspiel „Rumpelstilzchen – total verurteilt!“ mit in die Jahre drei bis fünf nach Grimm.

Richter (Philipp Molitor) leitete das Verfahren ein: „Die deutsche Juristerei steht schon in der realen Welt vor Herausforderungen, eine Verhandlung in der Märchenwelt hält noch ganz andere bereit“, machte er deutlich und ernannte das Publikum kurzerhand zu Schöffen in seinem Prozess. Die Staatsanwältin (Finnja Damm) verlas die Anklage: „Rumpelstilzchen (Mukhtar Wafa) wird angeklagt, den gestiefelten Kater (Artur Cantir) getötet zu haben. Außerdem werden ihm noch weitere Delikte, wie die Entführung der Müllerstochter, Körperverletzung und Beleidigung, zur Last gelegt. Als Märchenfigur kann Rumpelstilzchen kein Vorbild mehr für Leser sein und sollte daher aus den Märchenbüchern verdammt werden.“ Dem widersprach Rumpelstilzchens Verteidiger (Brent Olde Grunder) energisch: „In einem Märchen gibt es immer gute und böse Charaktere. Ich erinnere nur einmal an die böse Hexe in Hänsel und Gretel oder den bösen Wolf in Rotkäppchen. Man kann solche Figuren nicht aus dem Märchen oder den Gedanken der Leser verbannen.“

Literaturkurs des Gymnasiums macht Zuschauer zu Schöffen im Märchen-Prozess

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  • Der gestiefelte Kater tot, Rumpelstilzchen als Täter angeklagt. Schüler des Literaturkurses inszenierten auf der Bühne eine „märchenhafte“ Gerichtsverhandlung. Zudem wurde vom Q1-Literaturkurs ein Werbefilm für das Gymnasium gedreht und präsentiert. Foto: Angelika Hoof
  • Der gestiefelte Kater tot, Rumpelstilzchen als Täter angeklagt. Schüler des Literaturkurses inszenierten auf der Bühne eine „märchenhafte“ Gerichtsverhandlung. Zudem wurde vom Q1-Literaturkurs ein Werbefilm für das Gymnasium gedreht und präsentiert. Foto: Angelika Hoof
  • Der gestiefelte Kater tot, Rumpelstilzchen als Täter angeklagt. Schüler des Literaturkurses inszenierten auf der Bühne eine „märchenhafte“ Gerichtsverhandlung. Zudem wurde vom Q1-Literaturkurs ein Werbefilm für das Gymnasium gedreht und präsentiert. Foto: Angelika Hoof
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  • Der gestiefelte Kater tot, Rumpelstilzchen als Täter angeklagt. Schüler des Literaturkurses inszenierten auf der Bühne eine „märchenhafte“ Gerichtsverhandlung. Zudem wurde vom Q1-Literaturkurs ein Werbefilm für das Gymnasium gedreht und präsentiert. Foto: Angelika Hoof

Mit farbenfrohen Kostümen, witzigen Dialogen und Passagen aus den verschiedenen Märchen brachten die Darsteller die Zuschauer ein ums andere Mal zum Schmunzeln und das, obwohl der Anlass der Verhandlung eigentlich ein ernster war.

Der Beweisaufnahme folgte die Befragung von Zeugen wie Schneewittchen (Ina Doetkotte), Aschenputtel (Franziska Falkenberg), Rotkäppchen (Khadidja Ahmad), der Guten Fee (Nina Wagner) und Frau Holle (Maren Körner). Sie alle vermittelten dem Publikum durch szenische Rückblenden einen Eindruck von Rumpelstilzchen als zwiegespaltene, von allen ausgeschlossene, verachtete und verhasste Persönlichkeit, die eigentlich nur eines sucht: Zuwendung und Aufmerksamkeit.

Letzten Endes kann dann die Gute Fee mit Hilfe eines weiteren Beweisstückes als wahre Mörderin identifiziert werden. Da der gestiefelte Kater ihrer Tochter – dem Rotkäppchen – nachgestiegen war, hatte sie ihm mit ihrem Zauberstab die Kehle durchgeschnitten.

Während sich die Gute Fee für die Tat wird verantworten müssen, stand für die Schöffen weiterhin die Frage im Raum, ob Rumpelstilzchen aus den Märchenbüchern verbannt werden oder einen Freispruch erhalten solle.

Zur Freude von Rumpelstilzchen entschied sich das Publikum für Freispruch. Die Zuschauer der Aufführung gewährten dem Zwerg so eine zweite Chance, die Rumpelstilzchen im Stück auch nutzt, um sich der Gesellschaft anzupassen. Mit seinen Freunden lebt Rumpelstilzchen glücklich zusammen – und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie wohl noch heute.

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