Spielplatzpatenschaften
Eine Schule der Demokratie

Gronau -

Mit einem Spielplatzfest auf dem Spielplatz an der Richardstraße im Stadtwesten haben Mädchen und Jungen von der Martin-Luther-Schule gefeiert, dass sie die Patenschaften für gleich drei Spielplätze übernehmen. Den an der Richardstraße und die sogenannten Nordfeld eins und zwei zwischen Herzog- und Sudetenstraße. Dabei kommt dem kleinen Spielplatz an der Richard­straße eine besondere Bedeutung zu: Hier dürfen die Kinder mitentscheiden, wie der in die Jahre gekommene Platz neu gestaltet wird.

Samstag, 22.06.2019, 11:00 Uhr
Urkundenübergabe auf dem Spielplatz an der Richardstraße: (v.r.) Christian Post (stellvertretender Bürgermeister) übergab die Urkunden an Elisabeth Aktan (kommissarische Leiterin der Martin-Luther-Schule) sowie an Emily Graz und Erda Sarier (Schulsprecherinnen). Beim Spielplatzfest war neben Kindern und Erwachsenen von der Martin-Luther-Schule auch das Team des Jugendzentrums Luise mit von der Partie.
Urkundenübergabe auf dem Spielplatz an der Richardstraße: (v.r.) Christian Post (stellvertretender Bürgermeister) übergab die Urkunden an Elisabeth Aktan (kommissarische Leiterin der Martin-Luther-Schule) sowie an Emily Graz und Erda Sarier (Schulsprecherinnen). Beim Spielplatzfest war neben Kindern und Erwachsenen von der Martin-Luther-Schule auch das Team des Jugendzentrums Luise mit von der Partie. Foto: Frank Zimmermann

Wimpelketten mit Fahnen aus aller Herren Länder schmücken den Spielplatz. Einige Kinder spielen, andere lassen sich schminken. Und immer wieder kommt eines am Tisch vorbei, auf dem ein kleines Büfett aufgebaut ist. Der Fanta-Kuchen ist besonders begehrt. Die Rutschbahn ist leider gesperrt – in der prallen Sonne ist das Metall in der Sonne zu heiß geworden.

Die drei Urkunden für die Spielplatzpatenschaften überreichte Christian Post , stellvertretender Bürgermeister, an Elisabeth Aktan (kommissarische Schulleiterin) sowie an die Schülersprecherinnen Emily Graz und Erda Sarier. „Ich freue mich total, dass ihr die Patenschaft für die Spielplätze übernehmt“, sagte Post. Er erzählte den Kindern, wie er selbst als Junge von Ochtrup nach Epe umgezogen sei. Niemanden habe er am neuen Wohnort gekannt. Doch dann sei er auf einen nahen Spielplatz gegangen und habe die ersten Freunde kennengelernt. „Ein Spielplatz ist immer eine gute Sache“, lautete deshalb sein Fazit.

An der Richardstraße sind die Spielgeräte und der Platz an sich allerdings schon etwas in die Jahre gekommen. Wir bauen alle alten Spielgeräte ab und dann werden die neuen aufgebaut“, erklärte Brigitte Amshoff, städtische Jugendhilfeplanerin. Eine Doppelschaukel werde es auf alle Fälle geben, dazu den gewünschten Kletterturm oder eine Kombination aus Klettergerät und Rutschturm. „Es kann aber Herbst werden, bis die Sachen aufgebaut werden“, räumte Amshoff ein.

Torsten Radau pochte dagegen darauf, dass jetzt auch die Spielgeräte kommen, die die Mädchen und Jungen ausgesucht haben. „Sonst hätten wir uns den ganzen Abstimmungsprozess ja sparen können“, sagt der Leiter des Jugendzentrums Luise. „Wir sind das Jugendzentrum für den Stadtwesten. Viele Kinder, die zu uns kommen, wohnen hier im Viertel und gehen auf die Martin-Luther-Schule. Uns ist es wichtig, mit den Schulen in Kontakt zu sein. Deshalb sind wir auch bei diesem Projekt mit im Boot“, erklärte Radau.

Was die Spielplatzpatenschaften konkret beinhalten, erklärte die kommissarische Leiterin der Martin-Luther-Schule, Elisabeth Aktan: „Die Kinder spielen ohnehin schon viel hier. In Zukunft werden sie aber auch regelmäßig nach dem Rechten sehen und melden, wenn etwas nicht in Ordnung ist.“

Während sie erklärt, wird ein Gewittergrummeln lauter. Und dann endet das Spielplatzfest vorzeitig in einem kräftigen Regenguss. Immerhin: Jetzt kühlt die Rutschbahn wieder ab, sodass die frisch gebackenen Spielplatzpaten auch hier bald wieder ihren Spaß haben können.

So haben die Kinder abgestimmt

Nach einem Vorgespräch mit den Mitarbeitern des Jugendzentrums Luise kam die Kinderkonferenz (Kiko) der Martin-Luther-Schule zum Einsatz. Darin sind alle Klassensprecher der Schule vertreten. Die Kiko besichtigte den Spielplatz und sammelte Ideen für eine Neugestaltung. Fünf Spielgeräte kamen in die engere Auswahl: ein Kletterturm, ein Rutschturm, ein Spielhaus, ein Karussell und eine Schaukel. Nun waren die acht Klassen der Martin-Luther-Schule gefragt. Im Klassenrat stimmten sie jeweils über die Spielgeräte ab. Klarer Favorit: Der Kletterturm erhielt mehr stimmen als alle übrigen Spielgeräte zusammen.

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