Baumängel und Bauschäden
Erhöhte Abnutzung an den Gesamtschulen

Gronau -

Mögliche Baumängel und Vandalismusschäden in der neuen Gronauer Gesamtschule waren in der jüngsten Vergangenheit mehrfach Thema von Fragen in Ausschuss-Sitzungen der Stadt. Herbert Krause (Pro Bürgerschaft/Piraten) hatte sich zuletzt in der April-Ratssitzung nach solchen Schäden erkundigt. Zuvor waren mögliche Vandalismusschäden bereits im Herbst 2018 durch Jörg von Borczyskowski (UWG) hinterfragt worden.

Montag, 24.06.2019, 08:00 Uhr
An den Gesamtschulen, hier der Neubau in Gronau, gibt es gegenüber anderen Schulen einen erhöhten und beschleunigten Abnutzungsgrad. Das hat die Stadtverwaltung festgestellt.
An den Gesamtschulen, hier der Neubau in Gronau, gibt es gegenüber anderen Schulen einen erhöhten und beschleunigten Abnutzungsgrad. Das hat die Stadtverwaltung festgestellt. Foto: Frank Zimmermann

Damals wurde von der Verwaltung gegenüber Borczyskowki und von der Schule gegenüber der WN-Redaktion mitgeteilt, dass Schäden im größeren Umfang nicht bekannt seien.

Auf die Anfrage von Krause hin lieferte jetzt der zuständige Fachdienst (Gebäude- und Liegenschaftsmanagement) konkrete Zahlen. Und zieht ein – zumindest in Teilbereichen – wenig schmeichelhaftes Fazit für die Nutzer der Gesamtschulen: „Insgesamt ist sehr wohl festzustellen, dass die Gesamtschulen gegenüber anderen Schulen einen erhöhten und beschleunigten Abnutzungsgrad von fast allen Oberflächen und festem Mobiliar vorweisen.“

Im Bereich der Einrichtungsgegenstände wie Möbel, interaktive Tafeln seien seitens des Schulamtes keine mutwilligen Beschädigungen bekannt. Hier seien lediglich normale Gebrauchsspuren festzustellen.

Mit Blick auf die Schäden wird von den Fachleuten der Verwaltung in einem Schreiben an Ratsmitglied Herbert Krause differenziert nach „Bauschäden“ und „Baumängeln“.

Einige der aufgelisteten Schäden seien Mängel aus der Bauzeit des Erweiterungsgebäudes. Hierzu gehören unter anderem eine beschädigte Treppenstufe, Probleme an der Verdunklungsanlage sowie Sanierungsarbeiten an Sichtbetonflächen. „Diese Mängel wurden zwischenzeitig von den jeweiligen Firmen auf deren Kosten behoben“, heißt es dazu im Schreiben an Krause.

In der Mensa mussten zudem Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik durchgeführt werden. Dies sei jedoch kein Baumangel, sondern ein zusätzlicher Auftrag zur Verbesserung der Akustik. Die Kosten hierfür beziffert die Verwaltung auf 5670 Euro.

Unter dem Stichwort „Vandalismusschäden“ listet die Verwaltung „abgebrochene Türstopper an sämtlichen Innentüren, Schäden in einer Trockenbauwand infolge beschädigter Türstopper, beschädigte Schienen des Sonnenschutzsystems im Erdgeschoss, eine eingetretene WC-Trennwand im Sanitärbereich des Altbaus, eine gesprungene Glastür im dritten Obergeschoss sowie eine beschädigte Eingangstür“ auf. Die Kosten für die Beseitigung der Schäden wird mit insgesamt 6000 Euro angegeben.

Bei Herbert Krause werfen die Antworten der Verwaltung auf seine Fragen neue Fragen auf, wie er gegenüber der Redaktion deutlich machte: „Bleiben hier pädagogische Einflussnahmen generell aus?“, will er unter anderem wissen. Und für den Fall, dass dies so sein sollte, hat er gleich die nächste Frage: „Wenn ja, müssen dann nicht andere Materialien zum Einsatz kommen?“

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