Millionen-Projekt
Neubau der Johannesschule

Gronau -

Die Johannesschule ist zu klein. Um alle Schülerinnen und Schüler adäquat zu beschulen, hat die Diakonische Stiftung Wittekindshof bereits Teile der Pestalozzischule angemietet. Jetzt soll eine neue Schule gebaut werden – samt Turnhalle. Der Kreisausschuss für Bildung und Schule hat grünes Licht für eine finanzielle Unterstützung gegeben. Nun muss noch der Kreistag in seiner Sitzung am 11. Juli ebenfalls der Finanzierung zustimmen.

Freitag, 28.06.2019, 05:00 Uhr
Die roten Markierungen zeigen in etwa die Standorte der neuen Schule (oben) und der Turnhalle (unten). Der grüne Kreis markiert den jetzigen Standort der Johannesschule.
Die roten Markierungen zeigen in etwa die Standorte der neuen Schule (oben) und der Turnhalle (unten). Der grüne Kreis markiert den jetzigen Standort der Johannesschule. Foto: Kreis Borken/Geobasis NRW

Derzeit besuchen fast 200 Jungen und Mädchen die Johannesschule , Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung der Diakonischen Stiftung Wittekindshof . Prognostizierte Schülerzahl: steigend. „Die Schulentwicklungsplanung des Wittekindshofes ging 2008 in der strategischen Planung von sinkenden Schülerzahlen aus. Im Laufe der Jahre hat sich allerdings eine gegenteilige Entwicklung gezeigt“, erklärt Diakon Reiner Breder , zuständiger Ressortleiter für die Wittekindshofer Angebote im Kreis Borken. „Um dem Raumbedarf gerecht zu werden, haben wir immer wieder verschiedene Objekte ganz oder teilweise angemietet. Die hatten aber zum Teil wenig geeignete Räume. Hinzu kam, dass die Johannesschule somit mehrere Standorte hatte, was auch logistisch gelöst werden musste. Derzeit mieten wir Teile der städtischen Pestalozzischule an der Grünstiege“, wird Breder in einer Mitteilung weiter zitiert. Die Pestalozzischule sei aber in vielerlei Hinsicht zu eng. „Mit einem Ersatzneubau soll damit Schluss sein“, kündigt Breder an.

Die Ansichten zeigen das Schulgebäude von der Marschallstraße (oben) und von der Schwarzenbergstraße aus gesehen.

Die Ansichten zeigen das Schulgebäude von der Marschallstraße (oben) und von der Schwarzenbergstraße aus gesehen.

Der Neubau soll auf dem Grundstück zwischen der jetzigen Johannesschule und dem angrenzen Wittekindshofer Kinder- und Jugendhaus entstehen, das ebenfalls der Diakonischen Stiftung gehört. Aufgrund der Nähe zur derzeitigen Johannesschule könnten zunächst noch vorhandene Räume genutzt werden. „Zudem können wir die Infrastruktur des Wittekindshofes nutzen und auf pflegerische, therapeutische, psychologische und weitere Versorgungsleistungen zurückgreifen. Da haben wir kurze Wege“, sagt Breder. Angedacht sei ein eingeschossiger Bau, um absolute Barrierefreiheit zu ermöglichen. Und auch die Erreichbarkeit für Busse sei ideal.

Zudem ist der Bau einer neuen Turnhalle geplant, ebenfalls auf der Freifläche zwischen jetziger Schule und Wittekindshofer Kinder- und Jugendhaus. „Die Johannesschule versteht sich als ‚Bewegte Schule‘. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen über vielfältige Sportangebote in ihrer motorischen und sozialen Entwicklung zu fördern. Ein schuleigenes Schwimmbad und eine Turnhalle sind dafür Voraussetzung“, führt der Ressortleiter aus.

Das Gronauer Unternehmen Hoff und Partner übernimmt die Planung der neuen Johannesschule. Die Diakonische Stiftung Wittekindshof und Hoff und Partner verbindet eine langjährige Partnerschaft, die mit diesem Projekt fortgeführt werden soll.

Das Investitionsvolumen für beide Bauten liegt im zweistelligen Millionenbereich. Die von der Bezirksregierung Münster anerkannten förderfähigen Kosten liegen bei knapp 11,2 Millionen Euro. „Wir haben Fördermittel bei der Aktion Mensch beantragt sowie bei der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW. Der Kreisausschuss für Bildung und Schule hat einer Finanzierungsbeteiligung zugestimmt, dies muss nun noch vom Kreistag bestätigt werden. Der Wittekindshof ist seit mehr als 40 Jahren verlässlicher Träger der Johannesschule. Wir freuen uns, dass unsere Arbeit geschätzt, unterstützt und gefördert wird. Denn um alle Schülerinnen und Schüler individuell in ihrer Entwicklung zu fördern, müssen die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden. Wenn der Kreistag am 11. Juli ebenfalls positiv über die Finanzierungsunterstützung entscheidet, werden wir bald einen Bauantrag bei der Stadt Gronau einreichen“, kündigt Reiner Breder in einer Pressemitteilung an.

 

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