Gronauer Gruppe der Lokale Agenda tagt
Lösungen für Sorgenkind Goorbach diskutiert

Gronau -

Das Juni-Treffen der “Lokalen Agenda 21“ stand unter dem Schwerpunktthema Biodiversität. Unter anderem fand in diesem Zusammenhang eine Begehung der Gronauer Natur statt. Als eines der Hauptsorgenkinder stellte sich dabei der Goorbach heraus, dessen Wasser wieder auf ein Rinnsal geschrumpft ist.

Donnerstag, 04.07.2019, 07:00 Uhr
Sorgenkind Goorbach: Im breiten Bachbett sind nur noch Rinnsale von Wasser vorhanden.
Sorgenkind Goorbach: Im breiten Bachbett sind nur noch Rinnsale von Wasser vorhanden. Foto: Frank Zimmermann

Die Gronauer Gruppe der „Lokalen Agenda 21“ kommt am heutigen Donnerstag um 20 Uhr im Paul-Gerhardt-Heim zusammen. Ein Schwerpunkt wird dabei der Rahmen für die geplante Übergabe des Friedenslammes an den Ökumenischen Kirchengarten Oase ( WN berichteten) sein.

Das Juni-Treffen der Gruppe stand unter dem Schwerpunktthema Biodiversität. Unter anderem fand in diesem Zusammenhang eine Begehung der Gronauer Natur statt. Als eines der Hauptsorgenkinder stellte sich dabei der Goorbach heraus, dessen Wasser wieder auf ein Rinnsal geschrumpft ist. Auf der Suche nach Lösungen entstand in der Gruppe die Idee, das Umfeld am Oberlauf des Goorbaches großflächig zu vertiefen, um im Winter und in regenreichen Zeiten Wasser zu sammeln. So würde zum einen die Hochwassergefahr gemindert und gleichzeitig eine Wasserreserve für die trockenen Sommerzeiten bereitgehalten.

Konstatiert wurde, dass auch die früher durchgeführte Begradigung des Baches zum schnelleren Leerlaufen des Bachbettes beiträgt. Entsprechend solle, so die Agenda-Gruppe, der ursprünglich kurvenreiche Zustand wieder hergestellt werden. Mit Blick auf die Bodenstrukturen im landwirtschaftlichen Umfeld ist die Gruppe der Meinung, dass eine Vermeidung von Pestiziden und eine Verringerung des Einsatzes von Kunstdünger die Entwicklung des Bodenlebens fördern. „Im toten leereren Sandboden fließt das Wasser schnell ab. Im humusreichen, mit Leben gefüllten Mutterboden hingegen wird das Wasser aufgenommen wie von einem Schwamm und nur langsam weitergegeben“, so die Erklärung. Auch eine Behandlung des Abwassers aus dem Außenbereich und eine Zuleitung des gereinigten Wasser ins Umfeld und in den Goorbach könnte nach Meinung der Gruppe helfen, heißt es in einer Pressemitteilung.

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