Fairer Handel: Symposium im Haus der Niederlande Münster
Welchen Preis hat der Erfolg?

Gronau/Münster -

Als Mitglieder der Steuerungsgruppe Fairtrade Gronau nahmen jetzt Nadine Kauss, Ahmet Necati Sezer, Birgit Hüsing-Hackfort und Erhard Bürse Hanning an einem Symposium zum Fairen Handel im 21. Jahrhundert in Münster teil.

Donnerstag, 04.07.2019, 08:00 Uhr
Nadine Kauss, Ahmet Necati Sezer, Birgit Hüsing-Hackfort und Erhard Bürse Hanning von der Fairtrade-Steuerungsgruppe nahmen jetzt an einem Symposium in Münster teil.
Nadine Kauss, Ahmet Necati Sezer, Birgit Hüsing-Hackfort und Erhard Bürse Hanning von der Fairtrade-Steuerungsgruppe nahmen jetzt an einem Symposium in Münster teil. Foto: privat

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Friso Wielenga (Haus der Niederlande) und Michael Radau (Steuerungsgruppe Fairtrade Münster). Anschließend referierte Dr. Peter van Dam von der Uni Amsterdam zum Thema „Erfolg hat einen Preis – eine deutsch-niederländische Geschichte des fairen Handels seit den sechziger Jahren“. Zudem stellte er sein Buch „Weltverbesserer“ vor.

Kristina Klecko (Kampagne Fairtrade Towns Deutschland) folgte mit dem Vortrag „Fairtrade Städte in Deutschland: eine Ortsbestimmung“, ehe Fenny Eshuis, unabhängige Expertin und ehemalige Mitarbeiterin der Stichting Max Havelaar über den Fairen Handel in den Niederlanden berichtete.

Die abschließende Podiumsdiskussion bestritten Marlike Kocken (ehemalige Koordinatorin der European Fair Trade Association); Paul Roeland (Clean Clothes Campain) und Georg Knipping (Arbeitskreis eine Welt). In diesem Symposium wurde die Geschichte des Fairen Handels, die in der deutsch-niederländischen Beziehung eine Rolle spielt, mit der Diskussion über Zukunftsvisionen verbunden.

„Besonders beeindruckt hat mich persönlich die Berichterstattung von Paul Roeland, der über das Rana-Plaza-Unglück, der Textilfabrik in Bangladesch, sagte, dass die Clean Clothes Campain den TÜV Rheinland verklagt hat, der die Textilfabrik einige Wochen vor dem Unglück zertifiziert hat“, so Birgit Hüsing Hackfort in einem persönlichen Resümee.

Weiter berichtete Paul Roeland, dass der Endverbraucher nur sehr wenig Geld für Kleidungsstücke mehr zahlen müssten, damit die Näherinnen (85 Prozent sind Frauen) 40 bis 50 Stunden statt 80 bis 90 Stunden in der Woche arbeiten müssen und auskömmlich versorgt sind.

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