Sozialpalast Musik Convoy
Von der Luise auf die Bühne

Gronau -

Aus dem Obergeschoss der Luise dröhnen Hip-Hop-Beats aus den geöffneten Fenstern. „Und jetzt alle“, hört man die Stimme einer jungen Frau. Es ist Dania Maring, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Ken Brako nicht nur klare Anweisungen, sondern auch Hilfestellungen für die sechs Kinder und Jugendlichen aus Gronau liefert. Sie nehmen an dem Projekt Sozialpalast Music Convoy teil.

Freitag, 05.07.2019, 08:25 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 08:50 Uhr
Während im großen Saal der Luise Tanzschritte eingeübt werden, beschäftigt sich die Kleingruppe mit dem Schreiben eines Rapsongs.
Während im großen Saal der Luise Tanzschritte eingeübt werden, beschäftigt sich die Kleingruppe mit dem Schreiben eines Rapsongs. Foto: Guido Kratzke

Aus dem Obergeschoss der Luise dröhnen Hip-Hop-Beats aus den geöffneten Fenstern. „Und jetzt alle“, hört man die Stimme einer jungen Frau.

Es ist Dania Maring , die im großen Saal im ersten Stockwerk des Jugendzentrum gemeinsam mit ihrem Kollegen Ken Brako nicht nur klare Anweisungen, sondern auch Hilfestellungen für die sechs Kinder und Jugendlichen aus Gronau liefert. Sie nehmen an dem Projekt Sozialpalast Music Convoy teil, dass die ganze Woche über nachmittags im städtischen Jugendzentrum angeboten wird. „Wir wollen, dass sie Spaß haben und sich miteinander verbunden fühlen“, erklärt die Tanzlehrerin aus Schöppingen und verweist auf die verschiedenen Styles, die von den Teilnehmern unterschiedlich schnell einstudiert sind. Beendet wird die Workshop-Woche am heutigen Freitag zwischen 18 und 20 Uhr auf dem Udo-Lindenberg-Platz. Im Schatten des Rock´n´Popmuseums wird der LKW die Plane zu seiner Ladefläche öffnen und diese wir in eine Bühne verwandelt.

Zu sehen geben wird es da aber nicht nur eine Tanzchoreografie, die in den vergangenen Tagen einstudiert wurde. Es soll auch gerappt werden.

Am anderen Ende des Flurs im Obergeschoss des Jugendzentrums steht die Berliner Rapperin Haszcara den Jugendlichen als Coach zur Verfügung. Der 16-jährige Jan Lange war an jedem Tag dabei. „Ich habe schon mal für mich versucht zu rappen“, gibt er unumwunden zu. „Aber das war nicht so einfach.“ Haszcara strahlt da deutlich mehr Selbstsicherheit aus. Seit vier Jahren ist sie unterer ihrem Künstlernamen auf den Bühnen der Republik unterwegs und ist ein Routinier. Im Workshop standen die Themen Reime, Taktgefühl ebenso auf dem Programm wie auch gemeinsames „Tabu“-Spielen. „Das hilft richtig gut, um Begriffe zu erklären“, weiß die Rapperin aus der Hauptstadt. Eine wichtige Übung war auch, laut zu sprechen. Darin ist auch der 15-jährige Henry nicht besonders stark – aber er textet gerne. Gemeinsam erarbeitet die Kleingruppe einen Text, sucht die passenden Beats aus – und präsentiert das Ergebnis möglicher Weise am Freitagabend.

„Die Bühne ist offen für alle“, erklärt Monika aus dem Team vom Sozialpalast, bei der in Gronau gerade alle Fäden zusammenlaufen. Wer sein tänzerisches Talent oder seine Qualitäten aus Rapper unter Beweis stellen will, der kann am heutigen Abend spontan die Lkw-Bühne entern und sich vor hoffentlich zahlreichen Zuschauern ausprobieren. Damit möglichst viele an der Vorführung teilnehmen, wird auf Eintrittsgeld verzichtet.

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