Neue Regel in den Niederlanden
95 Euro Bußgeld für Handynutzung auf Rad

Enschede -

Wer im Nachbarland mit dem Handy auf dem Fahrrad erwischt wird, wird seit Anfang des Monats von der Polizei ohne Pardon zur Kasse gebeten: 95 Euro plus Verwaltungskosten. Da werden auf einen Schlag mehr als 100 Euro fällig – bitter für viele Jugendliche, die in erster Linie das Telefonieren mit Freunden und Schulkameraden auch auf der Fietse nicht lassen können.

Mittwoch, 17.07.2019, 04:00 Uhr

Eine aktuelle Untersuchung in den Niederlanden hat ergeben, dass 49 Prozent der Niederländer während sie Rad fahren auf dem Handy tippen oder telefonieren. Unter Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren sind dies sogar 75 Prozent. Immer wieder kommt es dabei zu schweren Unfällen. Deshalb hat die niederländische Regierung ungewöhnlich schnell durchgegriffen, um der Unsitte Herr zu werden. Bereits am ersten Tag der Einführung der neuen Regel hagelte es Bußgeldbescheide – vor allem in der Nähe von Schulen.

Bei der Höhe des Bußgeldes hat sich Den Haag an anderen Bußgeldern für Radfahrer orientiert, die gegen Regeln im Straßenverkehr verstoßen. Wer beispielsweise unter Alkoholeinfluss mit dem Fahrrad unterwegs ist, wird mit 100 Euro zur Kasse gebeten. Rechts überholen kostet ebenso wie Missachten der roten Lichtzeichenanlage 95 Euro. Und ein Stoppzeichen der Polizei zu ignorieren, zieht sogar ein Bußgeld von 150 Euro nach sich. Und es kommen jeweils noch die in den Niederlanden besonders hohen Verwaltungskosten hinzu. Autofahrer, die in den Niederlanden während der Fahrt telefonieren, müssen sogar mit einem Bußgeld von 240 Euro rechnen.

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