Flughafen in Enschede
Strich durch Entwicklungsplan

Enschede -

Die Planung für den Flughafen in Enschede muss überarbeitet werden. Umweltorganisationen hatten geklagt. Und das Gericht folgte ihren Einlassungen. Eine Entwicklung ist nur unter Einhaltung von Auflagen möglich.

Donnerstag, 18.07.2019, 10:34 Uhr aktualisiert: 18.07.2019, 10:50 Uhr
Das Gelände des ehemaligen Militärflughafens bietet viel Platz für Neuansiedlungen.
Das Gelände des ehemaligen Militärflughafens bietet viel Platz für Neuansiedlungen. Foto: Martin Borck

Rückschlag für die Entwicklungspläne auf dem Flughafengelände Twente: Der niederländische Staatsrat hat die Ansiedlung weiterer Betriebe auf einem Teilstück der weiträumigen Geländes untersagt. Die Flächen waren unter anderem auch für landwirtschaftliche Aktivitäten und als Veranstaltungsort vorgesehen. Doch die Umsetzung der Pläne würde einen hohen Stickstoffausstoß nach sich ziehen – und das stünde im Widerspruch zu europäischen Vorschriften. Der vor einem Jahr vom Enscheder Rat verabschiedete Plan muss nun überarbeitet werden. Nicht betroffen von dem Urteil ist die Technology Base, wo sich unter anderem Betriebe ansiedeln, die sich mit Sicherheit und Katastrophenschutz beschäftigen und auf dem Gelände Platz für Katastrophenschutzübungen, Drohnentests und ähnliches finden.

Umweltorganisationen hatten geklagt

Umweltorganisationen aus Enschede und dem Ortsteil Lonneker hatten gegen den Flächennutzungsplan beim Staatsrat in Den Haag geklagt. Das Beratungsgremium der Regierung ist auch Entscheidungsorgan, wenn Bürger gegen Entscheidungen der Exekutive klagen. Am Mittwoch gab der Staatsrat den Umweltschutzorganisationen recht.

Kein zusätzlicher Stickstoff

Die Stadt Enschede kann die betreffenden Teilfläche des Flughafengebiets nur entwickeln, wenn sie nachweist, dass kein zusätzlicher Stickstoff freigesetzt wird, der negative Auswirkungen auf die benachbarten Naturschutzgebiete wie den Lonnekersee hat.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6786354?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Mehr als eine halbe Million Übernachtungen
 
Nachrichten-Ticker