Vollalarm für die Feuerwehr
Hohe Tannen lichterloh in Flammen

Gronau -

Und plötzlich brennt der Baum. Aber wie! Meterhohe Flammen und eine weithin sichtbare Rauchsäule haben am Mittwochmittag einen Vollalarm für die Feuerwehr ausgelöst. Im Garten eines Hauses an der Vereinsstraße sind aus noch ungeklärter Ursache mehrere Tannen in Flammen aufgegangen. Menschen wurden nicht verletzt, an umliegenden Gebäuden aber entstand durch die Hitzeentwicklung Sachschaden.

Mittwoch, 31.07.2019, 13:07 Uhr aktualisiert: 31.07.2019, 16:34 Uhr
Mehrere Tannen und darunter gelagertes Holz gingen am Mittwochmittag in einem Garten an der Norstraße in Flammen auf.
Mehrere Tannen und darunter gelagertes Holz gingen am Mittwochmittag in einem Garten an der Norstraße in Flammen auf. Foto: Feuerwehr Bültmann/Klaus Wiedau

Ein Nachbar – selbst Feuerwehrmann – bemerkte um kurz von 12 Uhr den Brand. Und zwar auf ungewöhnlich Weise. Durch die starke Rauchentwicklung im Garten seines Nachbarn löste in seinem Haus ein Rauchmelder aus. Der Feuerwehrmann verständigte daraufhin die Kollegen, unternahm aber auch mit dem Gartenschlauch erste Löschversuche. Die Besatzung eines Streifenwagens, der zur selben Zeit auf der Gildehauser Straße unterwegs war, sah ebenfalls, wie durch die Durchzündung des Feuers Flammen und Rauch in die Höhe schossen.

Die Rauchsäule (das Bild zeigt die Ansicht von der Vereinsstraße) war weithin sichtbar.

Die Rauchsäule (das Bild zeigt die Ansicht von der Vereinsstraße) war weithin sichtbar. Foto: Klaus Wiedau

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, weil direkt unter den Tannen jede Menge Holz gelagert war, in dem die Flammen immer wieder reichlich Nahrung fanden. Die Feuerwehr forderte daher von einem Landschaftsbauunternehmen einen Bagger an, der die dichte Holzansammlung auseinanderzog. Erst dadurch wurde ein Ablöschen des Brandes mit Wasser und Schaum ermöglicht. Die Feuerwehr schloss während der laufenden Löscharbeiten nicht aus, dass auch ausgebrannten Bäume noch im Zuge des Einsatzes gefällt werden müssen, was später aber nicht geschah..

Im Zuge der Löscharbeiten setzte die Wehr auch eine Löschkanone ein, ein Bagger zog die Holzvorräte auseinander

Im Zuge der Löscharbeiten setzte die Wehr auch eine Löschkanone ein, ein Bagger zog die Holzvorräte auseinander Foto: Feuerweehr

Wegen der starken Rauchentwicklung rief die Feuerwehr die Bewohner der umliegenden Häuser dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich nicht im Freien aufzuhalten. Um diese Information durchzugeben, nutzte die Feuerwehr eine der Stadtgebiet installierten neuen Sirenen, die bei Bedarf von der Wehr einzeln angesteuert werden können, wie Herbert Kleine, stellvertretender Wehrführer, im Gespräch mit den WN deutlich machte. Dass diese Maßnahme nicht übertrieben war, beweist die Tatsache, dass nach Angaben der Feuerwehr in einer Vogel-Voliere an der unweit gelegenen Sachsenstraße mehrere Vögel durch den Rauch verendeten.

unmittelbar unter den Tannen war jede Menge Holz gelagert, das die Löscharbeiten erschwerte.

unmittelbar unter den Tannen war jede Menge Holz gelagert, das die Löscharbeiten erschwerte. Foto: Klaus Wiedau

Unmittelbar nach dem Brand wurde – wegen des starken Funkenfluges – auch der Betrieb der nahe gelegenen Aral-Tankstelle vorübergehend eingestellt. Die Polizei sperrte im Bereich der Brandstelle die Vereinsstraße und auch die Nordstraße für den Verkehr.

Den Sachschaden schätzte die Polizei am Nachmittag auf rund 16 000 Euro. Neben den verbrannten Bäumen waren aber zumindest an einem benachbarten Haus Schäden durch die Hitzeentwicklung sichtbar: Jalousien schmolzen, und auch im Bereich der Traufenschalung waren Spuren des Feuers sichtbar. Die Ermittlungen dauern an.

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