Neuer Vorstand der Selbsthilfegruppe
Atemstillstand namens Schlafapnoe

Gronau/Ochtrup/Stadtlohn -

Damit die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe auch in Zukunft Bestand hat und ihre – aber auch neu hinzukommende – Mitglieder betreuen kann, wurde nun für die kommenden zwei Jahre ein neuer Vorstand gewählt.

Dienstag, 06.08.2019, 10:42 Uhr aktualisiert: 07.08.2019, 08:30 Uhr
Die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Gronau und Umgebung wählte nun einen neuen Vorstand (v.l.n.r.): Bernd Wesker (Epe), Dr. Maninder Dhillon (Stadtlohn), Heike Klein-Katthöfer (Ochtrup), Hans Dieter Meyer (Erster Vorsitzender) und Jürgen Haveloh. Nicht auf dem Foto sind der stellvertretende Vorsitzende Heinz Klümper und der stellvertretende Kassierer Artur Blom. Oft haben Schlafapnoepatienten auch Probleme mit den ihnen zur Verfügung gestellten Masken. Die Medizintechnik wird in der Regel von den Krankenkassen kostenfrei zur Verfügung gestellt..
Die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Gronau und Umgebung wählte nun einen neuen Vorstand (v.l.n.r.): Bernd Wesker (Epe), Dr. Maninder Dhillon (Stadtlohn), Heike Klein-Katthöfer (Ochtrup), Hans Dieter Meyer (Erster Vorsitzender) und Jürgen Haveloh. Nicht auf dem Foto sind der stellvertretende Vorsitzende Heinz Klümper und der stellvertretende Kassierer Artur Blom. Oft haben Schlafapnoepatienten auch Probleme mit den ihnen zur Verfügung gestellten Masken. Die Medizintechnik wird in der Regel von den Krankenkassen kostenfrei zur Verfügung gestellt.. Foto: Daniel Meyer/Hans Dieter Meyer

Schlaf ist so wichtig wie Essen und Trinken. Nur ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus hält auf Dauer körperlich und geistig fit. Aber die heutige Zeit mit ihrer hektischen Lebensweise und ihrem Leistungsdruck lässt kaum noch zur Ruhe kommen. Nahezu jeder dritte Erwachsene klagt bereits über Schlafstörungen, einige von ihnen sind von der Schlafapnoe betroffen

Millionen Deutsche schnarchen. Manche nur gelegentlich, andere jede Nacht. Der Körper ist im Schlaf entspannt, die Muskulatur erschlafft. Schnarchen ist keine Bagatelle. In einer extremen Form tritt es in Verbindung mit lebensbedrohlichen Atemstillständen auf, der so genannten Schlafapnoe.

Das bedeutet frei übersetzt „Atemstillstand im Schlaf“. Genauer betrachtet handelt es sich um wiederholte Atemstillstände, die im Schlaf eintreten und bis 60 Sekunden und länger dauern können. Die Erkrankungshäufigkeit der obstruktiven Schlafapnoe nimmt mit dem Alter zu und es sind wesentlich mehr Männer betroffen als Frauen. Die obstruktive Schlafapnoe ist durchaus gefährlich. Zunächst sind Patienten mit dieser Krankheit aufgrund der Müdigkeit oder Schläfrigkeit unfallgefährdet. Besonders offensichtlich ist dies im Straßenverkehr. Aber auch Unfälle am Arbeitsplatz beim Führen von Maschinen können fatale Folgen haben.

Die Diagnose eines Schlafapnoesyndroms stellt für den Patienten einen Einschnitt in sein bisheriges Leben dar. Es gilt, Lebensgewohnheiten zu ändern und das Alltagsleben an die Krankheit anzupassen. Da gibt es seit Jahren schon hervorragende Behandlungsmöglichkeiten, die allerdings über viele Jahre oder gar lebenslang angewendet werden müssen. Bei erfolgreicher Therapie kann der Patient aber in den meisten Fällen wieder seiner beruflichen Tätigkeit oder seinem normalen Leben nachgehen.

Zu dieser Therapie gehört erst einmal der Besuch beim Lungenfacharzt, der Aufenthalt in einem Schlaflabor und, wenn der Lungenfacharzt dazu rät, der Besuch bei einem Diabetologen. Nach dem Besuch im Schlaflabor verlassen viele Patienten, bei denen die obstruktive Schlafapnoe festgestellt wurde, dies mit einem Beatmungsgerät. Man muss sich erst mal daran gewöhnen, jede Nacht mit einer Maske auf der Nase zu schlafen. Doch nach einiger Zeit stellt der Patient fest, dass sich Beschwerden wie Tagesmüdigkeit oder körperliche Abgeschlagenheit zumeist eindrucksvoll zurückbilden.

In Gronau gibt es seit 1995 bereits eine Selbsthilfegruppe, die sich mit dem Thema der Schlafapnoe beschäftigt. Sie hat aber nicht nur Mitglieder aus Gronau in ihren Reihen, sondern auch aus Ochtrup, Ahaus, Heek und Stadtlohn.

Wie schwer es ist, gerade in der heutigen Zeit Mitstreiter zu gewinnen, die sich auch im Vorstand einer derartigen Selbsthilfegruppe engagieren, zeigte das vergangene Jahr. Nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden zweier Vorstandsmitglieder wurde der Verein in Gronau kommissarisch durch den Kassierer Bernd Wesker (Epe) und die Schriftführerin Heike Klein-Katthöfer (Ochtrup) weiter geführt. Damit er auch in Zukunft Bestand hat und seine – aber auch neu hinzukommende – Mitglieder betreuen kann, wurde nun für die kommenden zwei Jahre ein neuer Vorstand gewählt. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, den Mitgliedern zur Seite zu stehen, sie bei Geräte- und Maskenproblemen zu beraten und wichtige Neuerungen auf dem Gebiet der Schlafapnoe weiter zu geben.

Dazu treffen sich die Mitglieder im Abstand von zwei Monaten in der Gaststätte Bösing (Am Berge) in Epe. Ein Internet-Auftritt ist in Vorbereitung. Bis dahin ist der Vorsitzende der Selbsthilfegruppe unter ✆ 0176 705 979 54 erreichbar. Der nächste Gruppentermin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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