THW-Ortsverband Gronau erhält eine neue Hubarbeitsbühne
Sieben Jahre für „Leo“ gespart

Gronaui -

Sieben Jahre lang hat die Helfervereinigung des Technischen Hilfswerks (THW) in Gronau gespart und Spenden gesammelt. Jetzt konnte mit diesen Mitteln ein Ersatz für die veraltete Hubarbeitsbühne des THW-Ortsverbandes Gronau angeschafft werden.

Mittwoch, 07.08.2019, 07:12 Uhr aktualisiert: 07.08.2019, 08:30 Uhr
Sieben Jahre wurden Spenden gesammelt, bevor der Traum von der multifunktionalen Arbeitsbühne wahr wurde: der Erste Vorsitzende der THW-Helfervereinigung Gronau, Ralf Kosse (Mitte), und Helfervereinigungs-Geschäftsführer Dennis Franke (Zweiter von rechts) konnten mit fünf weiteren Gronauer THW-Helferinnen und Helfern den „LEO 18 GT plus“ übernehmen. Direkt beim Hersteller Teupen übten die ersten sieben THWler den Umgang mit ihrem neuen „LEO 18 GT plus“. Selbst Treppen kann die geländegängige Hubarbeitsbühne befahren.
Sieben Jahre wurden Spenden gesammelt, bevor der Traum von der multifunktionalen Arbeitsbühne wahr wurde: der Erste Vorsitzende der THW-Helfervereinigung Gronau, Ralf Kosse (Mitte), und Helfervereinigungs-Geschäftsführer Dennis Franke (Zweiter von rechts) konnten mit fünf weiteren Gronauer THW-Helferinnen und Helfern den „LEO 18 GT plus“ übernehmen. Direkt beim Hersteller Teupen übten die ersten sieben THWler den Umgang mit ihrem neuen „LEO 18 GT plus“. Selbst Treppen kann die geländegängige Hubarbeitsbühne befahren. Foto: Ralf Kosse/Bernd Sundermann

Sieben Jahre lang hat die Helfervereinigung des Technischen Hilfswerks (THW) in Gronau gespart und Spenden gesammelt. Jetzt konnte mit diesen Mitteln ein Ersatz für die veraltete Hubarbeitsbühne des THW-Ortsverbandes Gronau angeschafft werden. Die Wahl des Helfervereinigungs-Vorstands und der THW-Führungskräfte fiel auf ein Gerät aus dem Hause Teupen, dem Gronauer Hersteller und Weltmarktführer für Arbeitsbühnen mit Kettenantrieb. Auf dem Werksgelände Marie-Curie-Straße konnte in diesen Tagen ein nagelneues Exemplar des Typs „Leo 18 GT plus“ übergeben werden, berichtet Ralf Kosse , beim THW Gronau für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

„Teupen war schon länger einer der Wunsch-Hersteller für uns“, so Dennis Franke, Geschäftsführer der THW-Helfervereinigung. „Es war nicht nur die technische Ausstattung des ,Leo‘ und die erweiterten Möglichkeiten im Einsatz. Uns lockte vor allem die wortwörtliche Nähe zum Hersteller und die Möglichkeit, unsere Helfer in Gronau schulen zu lassen und engen Kontakt zum Hersteller zu haben.“

Die Übergabe des „Leo“ war denn auch direkt mit einer Schulung der ersten sieben Helferinnen und Helfer verbunden. Zuvor erfolgte eine detaillierte Führung durch die Produktion der Arbeitsbühnen bei Teupen durch Geschäftsführer Martin Borutta persönlich. „Der ,Leo‘ ist aus unserer Sicht aufgrund seiner vielfältigen Einsatzoptionen optimal für das THW“, so Borutta. Besonders die Geländegängigkeit durch den Kettenantrieb komme dem Einsatzgeschehen beim THW entgegen.

Der Hersteller ging bei der Fertigung auch auf die Sonderwünsche ein, die der THW-Arbeit im Katastrophenschutz zugutekommen. Zusätzliche Elektro- und Datenleitungen wurden von Teupen extra bis in den Arbeitskorb verlegt, außerdem ist das Gerät mit einem anbaubaren Kranhaken und zusätzlichem Schutz gegen herabfallende Äste versehen. Letzteres ist für Einsätze mit Baumsägearbeiten – etwa nach einem Sturm – absolut notwendig.

Bernd Sundermann, bei Teupen für den Vertrieb tätig, unterwies die THW-Kräfte über vier Stunden bis in den Abend hinein im Umgang mit dem Gerät. Vom Aufbau und den Fahreigenschaften bis hin zu Kran-Betrieb und Notfallmaßnahmen. Auf dem Teupen-Testgelände konnte das 18 Meter-Gerät auf Herz und Nieren überprüft und ausprobiert werden.

In Transportstellung ist der „Leo“ dabei gerade einmal 78 Zentimeter breit und passt sogar durch Standardtüren. „Beim Sturmeinsatz in Düsseldorf vor fünf Jahren konnten wir an mehreren Einsatzstellen der Feuerwehr nicht helfen, weil unsere alte Arbeitsbühne nicht in die engen Hinterhöfe passte. Dies wird uns in Zukunft kaum noch passieren“, so Ralf Kosse, der auch Vorsitzender der THW-Helfervereinigung ist.

Die bisherige Hubarbeitsbühne des THW Gronau kam vor über 20 Jahren gebraucht in den Ortsverband und ist mit neun Meter gerade einmal halb so hoch wie der Neuzugang. Mit einem Alter von über 40 Jahren wird das Gerät in Kürze ausgemustert. Für den neuen „Leo“ wird es eine offizielle Übergabe an den THW-Ortsverband mit einer Dankesfeier für die unterstützenden Spender geben. Bis dahin werden weitere Helfer im Einsatz mit der 18-Meter-Arbeitsbühne geschult. Zudem wird beim THW mit der Konstruktion einer LED-Beleuchtungseinrichtung begonnen, die aus dem „Leo“ eine geländegängige Flutlichtanlage für Großschadenslagen machen kann.

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