Förderverein Alte Synagoge: Studienreise nach Auschwitz und Birkenau
Der größte Friedhof der Welt

epe/Auschwitz -

Eine Studienreise nach Krakau und zum größten Friedhof der Welt nach Auschwitz und Birkenau unternahmen jetzt fünf Mitglieder des Förderkreises Alte Synagoge Epe.

Donnerstag, 08.08.2019, 08:57 Uhr aktualisiert: 08.08.2019, 09:00 Uhr
Das Gleis, über die die Züge mit den Opfern der rassistischen Ideologie ins Vernichtungslager fuhren.
Das Gleis, über die die Züge mit den Opfern der rassistischen Ideologie ins Vernichtungslager fuhren. Foto: Hans Dieter Meyer

Eine Studienreise nach Krakau und zum größten Friedhof der Welt nach Auschwitz und Birkenau unternahmen jetzt fünf Mitglieder des Förderkreises Alte Synagoge Epe . In Auschwitz und im nahen Vernichtungslager Birkenau wurden während des Krieges auch Einwohner aus Gronau und Epe ermordet.

Für die meisten Menschen steht Auschwitz als Symbol für den Völkermord an den europäischen Juden, aber auch der Sinti und Roma. Ein Verbrechen, das bürokratisch und industriell geplant und begangen wurde. Er steht als ein Symbol des Resultates einer rassistischen Ideologie, die sich über alle ethischen Werte hinwegsetzte.

Das reale Auschwitz ist ein mit Stacheldraht umzäuntes Gelände mit einer Reihe primitiver Blocks und Baracken. Dort wurden Versuche an Menschen durchgeführt. In den Todeszellen starben Gefangene. Im Keller des Todesblocks von Auschwitz ist das Grauen bis heute spürbar. Niedrige Betonverliese, in die durch vergitterte Löcher kaum ein Lichtstrahl fällt. Wen die Nazis hier einpferchten, der sollte verhungern oder ersticken.

Hier starb am 14. August 1941 der polnische Franziskanerpater Maximilian Kolbe. Seine Todeszelle ist ein wichtiger Gedenkort. So wichtig, dass sogar Papst Franziskus in der Kellerzelle betete. Eine große Kerze erinnert an seinen Besuch.

Das Gelände von Birkenau, nur fünf Kilometer vom Stammlager entfernt, ist fünfzigmal größer als Gelände von Auschwitz. Insgesamt fanden dort 1,3 Millionen Menschen den Tod. Das Gelände wird als größter Friedhof der Welt bezeichnet. Es gehört zum Weltkulturerbe der Unesco und zieht täglich tausende Besucher aus aller Welt an.

Über die Reise nach Krakau und Auschwitz berichten Heinz Krabbe und Rudolf Nacke am Donnerstag (15. August) um 19.30 Uhr im Heimathaus an der von-Keppel-Straße in Epe. Viele Fotos werden den Vortrag illustrieren. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Sowohl der Förderkreis Alte Synagoge Epe als auch der Heimatverein Epe freuen sich auf eine große Anzahl Besucher.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6833896?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Teile von Münsters Modebranche distanzieren sich vom Echtpelz
Tieropfer für Bekleidung: Teile von Münsters Modebranche distanzieren sich vom Echtpelz
Nachrichten-Ticker