Vierfachmord in Enschede
Wegen Morddrohung: Polizei stellt Gefängnis auf den Kopf

Enschede/Almelo -

Im Zusammenhang mit dem Vierfachmord in Enschede im November 2018 hat die Polizei am vergangenen Montag das Gefängnis in Almelo nach einer Schusswaffe durchsucht. Hintergrund der Aktion ist eine Morddrohung gegen einen der drei Tatverdächtigen, der dort in Untersuchungshaft sitzt.

Samstag, 10.08.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 10.08.2019, 12:51 Uhr
In diesem Gebäude an der Van Leeuwenhoekstraat in Enschede wurden im November 2018 die vier Getöteten entdeckt.
In diesem Gebäude an der Van Leeuwenhoekstraat in Enschede wurden im November 2018 die vier Getöteten entdeckt. Foto: Martin Borck

Opfer der Liquidation sollte nach Angaben der Zeitung TC Tubantia der 32-jährige Dejan A. werden. Nach Informationen aus zuverlässigen Quellen soll er zu Beginn der Woche einen Brief erhalten haben, in dem seine Ermordung im Gefängnis angekündigt worden sein soll. Nachdem A. die Gefängnisleitung über diese Drohung informiert hatte, stellten Spezialeinheiten der Polizei das Almeloer Gefängnis auf den Kopf. Gefunden wurde bei dieser Aktion aber nichts, so die Tubantia weiter.

Der Rechtsanwalt des 32-Jährigen gab gegenüber der Zeitung an, von der Durchsuchungsaktion gehört zu haben. Sein Mandant sei am Montag präventiv in Isolationshaft genommen worden. Der Anwalt äußerte sich kritisch darüber, dass diese Haft für einen Zeitraum von 14 Tagen angeordnet worden sei.

Dejan A., sein Vater Camil (58) und sein Bruder Denis (31) sitzen derzeit im Zusammenhang mit dem Vierfachmord in Enschede in Untersuchungshaft. Der Prozess gegen die drei Tatverdächtigen ist bereits angelaufen, für die kommende Woche ist ein neuer Sitzungstermin vor dem Gericht in Almelo anberaumt. Dabei soll es um den weiteren Ablauf der nicht abgeschlossenen Ermittlungen gehen.

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