Drohnen
Drohnen-Radar erfasst Teile Gronaus

Enschede/Gronau -

Die Zahl von unbemannten Drohnen wird in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach steil ansteigen. Um den Luftverkehr nicht zu gefährden, wurde auf dem Alpha-Turm in Enschede ein Drohnen-Radar installiert. Dieser kann auch Gronauer Gebiet erfassen.

Sonntag, 11.08.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 12.08.2019, 16:36 Uhr
Das Drohnen-Radar auf dem Alpha-Turm in Enschede.
Das Drohnen-Radar auf dem Alpha-Turm in Enschede. Foto: Laurens Kuipers

Die Zahl von unbemannten Drohnen wird in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach steil ansteigen. Der Einsatz von Drohnen bietet enorme Möglichkeiten – vorausgesetzt, das Ganze erfolgt in sicheren Bahnen. Und das ist nicht selbstverständlich. Gefahren, die sich in dicht bevölkerten Städten über den Köpfen der Bewohner ergeben, sind nicht von der Hand zu weisen. Erst Ende Juni kam es über Enschede zu einem Beinahe-Zusammenstoß zwischen einer Drohne und einem Rettungshubschrauber, der zum Medisch Spectrum Twente unterwegs war.

Der Luftraum, in dem die unbemannten Flugkörper unterwegs sind, muss besser aufgeteilt werden. Enschede ist die erste Stadt der Niederlande, die ein Radar für diesen Zweck einsetzt. Auf dem Alphaturm in Enschede, dem mit 101 Meter höchsten Gebäude der östlichen Niederlande, hat das Enscheder Drohnen-Testzentrum Space 53 ein Drohnen-Radargerät angebracht. Das Gerät ortet Fluggeräte in einem Umkreis von 20 Kilometern. Betroffen ist damit auch ein Stück von Gronau. Mit der Installation des Radars wollen die beteiligten Organisationen die Nutzung von Drohnen oberhalb der Stadt visualisieren.

Marc Sandelowsky, Direktor von Space 53: „Der Drohnenradar ermöglicht einen Überblick darüber, wie der Luftraum über der Stadt genutzt wird. Die gesammelten Daten können helfen, Zwischenfälle zu vermeiden.“

Die Daten werden gesammelt und erst später analysiert. Eine Live-Übertragung der Daten soll nicht erfolgen.

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