Stadt gibt Grundstücke für Mülltonnen frei
Die Qualität im Quartier mit kleinen Schritten verbessern

Gronau -

Manch einer mag mit den Schultern zucken: Was ist den schon dabei, wenn für Mülltonnen Abstellflächen gepflastert werden?

Samstag, 17.08.2019, 10:00 Uhr
Für manche nur ein kleiner Schritt, für Herbert Krause eine erfreuliche Entwicklung: Zwischen den LEG-Häusern im Bögehold werden – nach unzähligen Gesprächen und vielen Jahren Hartnäckigkeit – Abstellflächen für Mülltonnen geschaffen.
Für manche nur ein kleiner Schritt, für Herbert Krause eine erfreuliche Entwicklung: Zwischen den LEG-Häusern im Bögehold werden – nach unzähligen Gesprächen und vielen Jahren Hartnäckigkeit – Abstellflächen für Mülltonnen geschaffen. Foto: Guido Kratzke

„Mülltonnen und Fahrräder standen und lagen hier jahrelang wild herum“, ärgert sich der Gronauer Ratsherr Herbert Krause (Pro Bürgerschaft). „Unter Sträucher, in Büschen – eigentlich überall.“ Dabei macht er den Anwohnern in den Mehrfamilienhäusern im Bögehold keine Vorwürfe. Im Gegenteil: „Gemeinsam haben wir es hinbekommen, die LEG und auch die Stadt Gronau davon zu überzeugen, passende Abstellflächen zu schaffen, die es vorher nicht gegeben hat.“ Damit könne die Qualität im Quartier zumindest einen kleinen Schritt verbessert werden.

Bis es soweit war, sind allerdings einige Jahre ins Land gezogen. „Das Problem bestand darin, dass der LEG als Vermieterin nur das Grundstück unmittelbar am Gebäude gehört“, erklärt Krause. Außerhalb dieser Abstandsflächen vor drei Metern sei die Stadt Gronau Eigentümerin der Flächen. „Und es war nicht ganz einfach, diese beiden für die jetzt erzielte Lösung zusammenzubringen.“

Seit Anfang der Woche sind jetzt aber Mitarbeiter im Auftrag der LEG vor Ort, die einen kleinen Teil der Grünflächen zwischen den Gebäuden so plattiert haben, dass dort zukünftig Abfallgefäße zentral abgestellt werden können. „Und weil dort auch noch Hecken gepflanzt werden sollen, profitieren Flora und Fauna zukünftig doppelt“, zeigt sich das Ratsmitglied erfreut, dass sich der lange Atem ausgezahlt habe.

Den benötigt er wohl auch ein paar Meter weiter entlang der Enscheder Straße, wo sein Blick beim Pressetermin auf die immer überfüllten Müllcontainer fällt, die im Quartier schon vielfach als wilde Müllkippen benannt worden sind.

„Es ist so, dass auf der Hauptstraße Autos anhalten und der Müll einfach ausgeladen und zwischen die oft überfüllten Container geworfen wird – und weg sind die Autos“, ärgert sich der Kommunalpolitiker, der selber im Quartier wohnt. Darunter befänden sich auch immer wieder Abfälle, die als Wertstoffe eigentlich in den Gelben Sack gehören. „Alle drei Bürgermeisterkandidaten haben vor der Wahl versprochen, dass sie sich um das Problem kümmern wollen.“ Als eine Lösung war beispielsweise ein Versetzen der Container vor die Discounter diskutiert worden. Doch noch zeichne sich keine Lösung ab. „Es kann doch nicht sein, dass wir immer wieder Bürgermeister wählen müssen, bis endlich jemand das Problem löst“, äußert er mit einer gehörigen Portion Sarkasmus seinen Unmut. Sein „da bleibe ich dran“ mag wie eine Drohung klingen – oder nach einem weiteren Schritt, um die Wohnqualität im Bögehold zu steigern. Zu tun gibt es, mit der Einschätzung ist Krause nicht allein, genug.

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