Meilenstein bei der Urenco
Ausfalltage: Fehlanzeige

Gronau -

Bei der Urenco hat Sicherheit einen hohen Stellenwert. Dementsprechend feierte die Belegschaft es jetzt als einen Meilenstein, dass es vor fünf Jahren den letzten arbeitsbedingten Ausfalltag im Unternehmen gab. Dafür gibt’s für die Mitarbeiter sogar eine Belohnung.

Mittwoch, 21.08.2019, 10:00 Uhr
Ein Blick in das Betriebsrestaurant der Urenco, wo bis Ende August alle Kosten fürs Frühstück für die Mitarbeiter übernommen werden.
Ein Blick in das Betriebsrestaurant der Urenco, wo bis Ende August alle Kosten fürs Frühstück für die Mitarbeiter übernommen werden.

In einer sicherheitsrelevanten Branche ist es nicht verwunderlich, dass „Safety” als wichtigster Unternehmenswert kommuniziert wird. Das Thema ist jedoch oftmals nur schwer anhand von Zahlen oder wahrgenommenem Verhalten zu messen. Wann ist welcher Aufwand gerechtfertigt? Was kann noch gemacht werden, um die Arbeitssicherheit zu verbessern? Im Fall Urenco kann an Hand der Zahlen das hohe Maß der Arbeitssicherheit abgelesen werden. Denn bei dem Unternehmen in Gronau feierte die Belegschaft nun einen Meilenstein: Anfang August war es fünf Jahre her, dass es zuletzt einen arbeitsbedingten Ausfalltag oder auch nur eine medizinische Behandlung gab, teilte das Unternehmen mit. Ersteres nennt man übrigens LTI (Lost Time Incident), letzteres MTI (Medical Treatment Injury).

Es gab seit über fünf Jahren keinen Ausfalltag, der durch einen Arbeitsunfall bedingt war. Es gab niemanden, der am nächsten Tag nicht zur Arbeit hätte kommen können, zudem keinen medizinischen Eingriff von Fachpersonal nach einem Vorfall auf der Arbeit.

Dass das eine große Leistung ist, wurde bei einer früheren Veranstaltung schon von der Berufsgenossenschaft hervorgehoben. Nun wurde dieser Meilenstein intern vonseiten der Geschäftsführung gelobt und im Unternehmen gefeiert. Den ganzen August gibt es für alle Urenco-Kollegen das Frühstück kostenlos. Im firmeneigenen Betriebsrestaurant kann täglich gefrühstückt werden, nun also übernimmt der Chef eine Zeit lang für alle die Rechnung.

Auf einer großen LED-Leinwand sehen alle Fremdfirmenmitarbeiter am Standort täglich eine Anzeige mit der Anzahl an unfallfreien Tagen. Nicht nur von Urenco Deutschland, sondern auch von den anderen Standorten. So wird das Thema auch international gelebt und man hat die Leistung der anderen Standorte stets vor Augen. Hier werden jedoch die Zahlen unter Berücksichtigung aller am Standort tätigen Personen veröffentlicht, also auch einschließlich der Fremdfirmenmitarbeiter. In dieser Kategorie ist zwar in den vergangenen Jahren ein Ereignis bei Urenco Deutschland vorgefallen, jedoch liegen die Fremdfirmenmitarbeiter vorne, wenn es um die längste unfallfreie Zeit insgesamt geht (LTI: sechs Jahre, ein Monat und sieben Tage; MTI: acht Jahre, sechs Monate und 22 Tage), so die Urenco in ihrer Mitteilung.

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