Wer war Dennis Oppenheim?
Eine Schlüsselfigur der Kunst

Dennis Oppenheim „war eine der Schlüsselfiguren der Kunst der sechziger und siebziger Jahre.“ So würdigte die Frankfurter Allgemeine Zeitung den amerikanischen Künstler in einem Nachruf. Er machte sich als Konzeptkünstler, Performancekünstler, Land-Art- und Body-ArtKünstler, Bildhauer und Fotograf einen Namen. Später schuf er große Skulpturen und Installationen.

Freitag, 30.08.2019, 15:24 Uhr
 Dennis Oppenheim um 1980.
 Dennis Oppenheim um 1980. Foto: imago/Leemage

1938 wurde er in Electric City im US-Bundesstaat Washington geboren. Er studierte an der Stanford University in Kalifornien. 1966 zog er nach New York.

Anfang der 70er-Jahre machte er durch radikale Videos auf sich aufmerksam. Oppenheims Arbeiten werden seit den sechziger Jahren in Ausstellungen in allen namhaften Museen der Welt gezeigt, unter anderem im Museum of Modern Art und im Metropolitan Museum of Art in New York, im Centre Pompidou in Paris, im Boijmans van Beu­ningen in Rotterdam, in der Tate Gallery in London und auf der Biennale in Venedig. 1972 und 1977 war er auf der Documenta in Kassel vertreten.

Der „Star Skid“ zwischen Enschede und Gronau war nicht die erste Arbeit, mit der er eine Grenze überwand: Auf beiden Seiten eines Grenzflusses zwischen den USA und Kanada zog er Halbkreise in die Landschaft. Sie wirkten, als ob ein riesiger Wassertropfen in den Fluss gefallen wäre und nun von dort seine sich ausbreitenden Ringe in beiden Ländern zöge.

Einen größeren Bekanntheitsgrad erreichte Oppenheim durch sein Werk „Device to Root Out Evil“: Dabei handelte es sich um eine Kirche aus Stahl, Aluminium und Glas, die er kopfüber auf die Turmspitze stellte.

Vor dem Osnabrücker Hauptbahnhof stehen zwei große, drehbare (rostige) Zylinder („Battle Drums“), die von Dennis Oppenheim gestaltet wurden. Sie sollen an die Varusschlacht (Germanen gegen die Römer) erinnern. Der eine Zylinder zeigt Silhouetten „strauchelnder“ Römer, der andere Zylinder ist in gleicher Weise mit Speeren der Germanen gespickt. Wenn sich bei Dunkelheit die von innen beleuchteten Zylinder drehen, treffen auf dem Boden die leuchtenden Silhouetten der Römer und der Speere aufeinander und stellen so die Schlacht nach.

In Herford, wo ihm das Museum Marta 2009 eine Einzelausstellung widmete, stieß 2010 seine Doppelskulptur „Saftey Cones“ auf Begeisterung wie auch auf Ablehnung. Gegner der über fünf Meter hohen „Pömpel“ initiierten sogar einen Bürgerentscheid, der aber scheiterte. Unberührt ließ Oppenheim kaum jemanden.

Dennis Oppenheim starb 72-jährig 2011 in New York.

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