Besuch aus Petershagen in Epe
Austausch über Synagogenprojekte

Epe -

22 Mitglieder des Bürgervereins „Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen“ haben sich am Samstag in Epe über das hiesige Synagogenprojekt informiert. Vor 20 Jahren wurde der Bürgerverein in Petershagen gegründet.

Donnerstag, 05.09.2019, 20:18 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 17:20 Uhr
Die Besucher aus Petershagen mit ihren Gastgebern aus Epe vor der Alten Synagoge an der Wilhelmstraße.
Die Besucher aus Petershagen mit ihren Gastgebern aus Epe vor der Alten Synagoge an der Wilhelmstraße. Foto: Hans Dieter Meyer

Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Ensemble aus ehemaliger Synagoge, jüdischer Schule und Mikwe in der Petershagener Altstadt zu erhalten sowie die jüdische Geschichte der Region in einer Dauerausstellung, aber auch durch begleitende Wechselausstellungen und kulturelle Veranstaltungen den Besuchern näherzubringen. So wird das Gedenken an die in der Zeit des Nationalsozialismus ausgelöschte jüdische Gemeinde Petershagen wach gehalten. Davon konnte sich der Vorstand des Förderkreises Alte Synagoge Epe bereits mehrfach vor Ort überzeugen. Die Petershagener standen den Eperanern mit guten Ideen zur Seite. Für die Gastgeber vom Heimatverein Epe und vom Förderkreis Alte Synagoge Epe war es daher eine Selbstverständlichkeit, den Besuchern einen Teil Epes und das Heimathaus zu zeigen und das Synagogenprojekt zu erläutern.

Förderkreis-Vorsitzender Heinz Krabbe stellte die Ziele des Vereins und die schon geleistete Arbeit vor, ebenso das Kunstprojekt, das in einigen Monaten in dem noch nicht restaurierten Synagogengebäude an der Wilhelmstraße durchgeführt werden soll. Der Künstler Kai Windeler sowie die Künstlerin Lea Petermann, deren jüdische Wurzeln in Epe liegen, beschäftigen sich schon seit einiger Zeit mit der Verwirklichung dieses Projektes. Die Besucher aus Petershagen konnten sich vorstellen, dass eine Ausweitung des Kunstprojektes nach Petershagen hin als Brücke zwischen den Synagogen und als Zeichen der Verbundenheit möglich ist.

Viele Fragen hatten Heinz Krabbe und Rudi Nacke an diesem Tage zu beantworten: Sie betrafen den jüdischen Friedhof, die Berufe der jüdischen Bewohner und deren Integration.

Der Vorstand des Förderkreises hatte ein umfangreiches Rahmenprogramm ausgearbeitet. Nach der Besichtigung des alten Synagogengebäudes an der Wilhelmstraße ging es nach Enschede. Heinz Krabbe und Petra Scheltinga begleiteten die Petershagener auf den Spuren jüdischen Lebens vom Volkspark bis zum Alten Markt. Der Weg führte auch vorbei an der Enscheder Synagoge, die aufgrund des Sabbats nur von außen besichtigt werden konnte. Ein Stadtbummel schloss sich an. Eine Tour durch das Rock‘n‘Popmuseum in Gronau war am Nachmittag ein weiterer Höhepunkt für die Besucher aus Petershagen.

Die Vorsitzende des Arbeitskreises aus Petershagen, Marianne Schmitz-Neuland, dankte dem Förderkreis Alte Synagoge Epe, besonders Heinz Krabbe und Rudi Nacke, für die hervorragende Organisation der Veranstaltung. Der Eper Förderkreis sei in Petershagen jederzeit willkommen.

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