Stadtbaurat zu Gast beim Bürgerverein Dinkelaue
Eine Fülle von Herausforderungen

Gronau -

Seit gut sieben Monaten ist Ralf Groß-Holtick als Stadtbaurat im Amt. Vor den Mitgliedern des Bürgervereins Dinkelaue informierte er am Donnerstagabend im Hotel-Restaurant Verst über die Fülle von Aufgaben, die die Stadt für ihn und das Team des Baudezernates bereithält.

Samstag, 07.09.2019, 08:00 Uhr
Stadtbaurat Ralf Groß-Holtick informierte die Mitglieder des Bürgervereins am Donnerstagabend über die großen und kleinen Projekte, an denen das Team des Baudezernates und er derzeit (und künftig) arbeiten werden.
Stadtbaurat Ralf Groß-Holtick informierte die Mitglieder des Bürgervereins am Donnerstagabend über die großen und kleinen Projekte, an denen das Team des Baudezernates und er derzeit (und künftig) arbeiten werden. Foto: Margret Hundorf

Gronau kratzt als eine der wenigen Städte mit Bevölkerungszuwachs derzeit an der 50 000-Einwohner-Marke. Damit verbunden sei die Aufgabe, mehr Wohnraum zu schaffen, aber auch die Herausforderung, Schulen und Kindergärten auszubauen, heißt es in einem Bericht des Bürgervereins über das Treffen mit dem Stadtbaurat.

Im Rahmen des Klimaschutzes seien, wie der Stadtbaurat dargelegt habe, zudem neue Mobilitätskonzepte gefragt. „Der Vorrang des Autos ist nicht mehr zeitgemäß“, so der Baurat, was ihm in der Diskussion aber gleich die Nachfrage eingebracht habe, weshalb dann auf dem Schlossplatz ein mehrstöckiges Parkhaus gebaut werden soll.

Zur Innenstadtentwicklung (Projekt Drio) habe Groß-Holtick auf den Oktober als Zeitpunkt für eine Vertragsunterzeichnungen verwiesen.

Da die Stadt künftig in dem ihr eigenen, neuen Gebäude (Drio 3) mitten auf dem Kurt-Schumacher-Platz die Stadtbücherei unterbringen will, kam aus der Versammlung der Einwand, dass doch das Gebäude der „Brücke“ – wenn in einen gepflegten Zustand gebracht – eigentlich immer noch ein gutes Bücherei-Domizil sei.

Mit Spannung erwartet der Bürgerverein, welcher hausinterne architektonische Vorschlag für die Gestaltung der neuen Rathausfiliale am historischen Rathausturm, aus der Bauverwaltung kommen wird.

Groß-Holtick verwies in seinen Ausführungen auch auf die rege Bautätigkeit im Bahnhofsquartier, musste sich aus den Mitglieder-Reihen aber auch Kritik an den BSG-Ruinenbergen anhören, die nach Meinung des Bürgervereins bald aus dem Stadtbild verschwinden sollten.

Der Stadtbaurat verwies im Zusammenhang mit der Entwicklung im und um das ehemalige Spinnereigebäude („Weiße Dame“) und in Sachen Dinkellager auf die vielfältigen Auflagen, die sich aus Sicht von Denkmalschutz und Brand- sowie Lärmschutz ergeben. Er bat vor diesem Hintergrund um Geduld – wohl wissend, dass die Gronauer bei manchen Projekten schon seit über 30 Jahren warten.

Beim Thema der Neugestaltung der Neustraße sei von Zuhörern darauf verwiesen worden, dass dort für Radfahrer ein Fahrverbot durchgesetzt werden müsse: „Man ist sich dort seines Lebens nicht sicher“, so ein O-Ton aus der Versammlung.

Für den Ortsteilsteil Epe steht nach Darstellung des Stadtbaurats die Fertigstellung des Gestaltungshandbuchs unmittelbar bevor. Auch die Ostumgehung, die Entwicklung des Germania-Quartiers und die Erweiterung von Gewerbegebieten stehen nach Angaben von Groß-Holtick weiter oben auf der Agenda des Baudezernats. Zudem unterstütze der Baurat auch die Bemühungen um die Eper Synagoge.

Fazit des Bürgervereins: „45 Personen erlebten einen Referenten, der voll in der Materie steht und der eine gewisse Zuversicht und Aufbruchstimmung in seiner Zuhörerschaft bewirkte und seine Gesprächspartner bestens informierte.“

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