Neue Gesellen verstärken das Baugewerbe
Qualität hat weiterhin Priorität

Gronau/Epe/Alstätte/Heek/Legden -

24 Prüflinge sind aus der dreijährigen Lehrzeit verabschiedet und feierlich im Gasthof Düstermühle in Legden losgesprochen worden. Die Baugewerken-Innung Ahaus gratulierte im Rahmen der Lossprechungsfeier 23 Maurern und einem Betonbauer zur bestandenen Gesellenprüfung. Die besten Prüfungsergebnisse wurden seitens der Innung besonders ausgezeichnet. Die drittbeste Gesellenprüfung erzielte Maximilian Nabers aus Heek von der Firma Schwietering Bau GmbH aus Nienborg. Die zweitbeste Gesellenprüfung erzielte Tim Swigoniak aus Gescher von der Firma Nieland-Bau GmbH & Co. KG aus Gescher. Die beste Gesellenprüfung erzielte Henning Brüning aus Legden von der Firma Scharlau GmbH & Co. KG aus Legden.

Montag, 09.09.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 10.09.2019, 11:44 Uhr
Die erfolgreichen Prüflinge und die Vertreter der Innung. In der Mitte stehen (von links) Tim Swigoniak (2. Platz), Henning Brüning (1. Platz) und Maximilian Nabers (3. Platz).   
Die erfolgreichen Prüflinge und die Vertreter der Innung. In der Mitte stehen (von links) Tim Swigoniak (2. Platz), Henning Brüning (1. Platz) und Maximilian Nabers (3. Platz).    Foto: Stefan Hubbeling

Stellvertretender Obermeister Ulrich Bogenstahl betonte, welche Bedeutung der Beruf im Baugewerbe besitzt. „Das Wort Heimat kommt von dem Wort Heim, und dieses Wort ist unmittelbar verbunden mit dem Haus und damit mit unserem Baugewerbe“, erklärte Bogenstahl. „Die Bodenständigkeit des Münsterlandes mit all ihren Wasserschlössern, kirchlichen Gebäuden, wie dem Dom zu Münster, oder den unzähligen Bauten, die der Gesellschaft von großen Nutzen sind, werden immer Sinnbild unserer heimatlichen Identität sein. Dass das Baugewerbe zur verbesserten Infrastruktur auf den ländlichen Gebieten wie dem Münsterland beiträgt, sei zusätzlich ein wichtiger Bereich für unser Gemeindeleben“, stellte er fest.

Der stellvertretende Obermeister der Innung wies auch darauf hin, dass die Qualität trotz der steigenden Konkurrenz und des Preisdrückens seitens der Auftraggeber nicht auf der Strecke bleiben darf. „Wenn ich sehe, dass in einem Berliner Regierungsgebäude Eimer aufgestellt werden, die das Regenwasser auffangen sollen, dann sollte man sich über die Entwicklungen bei der Auftragsvergabe mit all ihren qualitativen Nachwirkungen Gedanken machen. Ansonsten wird die Qualität weiter leiden“, analysierte Ulrich Bogenstahl mit besorgter Miene. Die Qualität und eine lange Nutzungsdauer sollten weiterhin bei jedem Bauvorhaben wichtige Merkmale sein. Ebenso müssen die errichteten Wohnungen für den Mieter und die Inhaber bezahlbar bleiben. „Für all diese Herausforderungen seid ihr jetzt da, um mitzuhelfen, dass wir sie in den kommenden Jahren meistern werden.“

Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken dankte allen Verantwortlichen und den Begleitern der neuen Gesellen auf ihren bisherigen Berufsweg. „Ohne die Eltern, die Ausbildungsbetriebe, die Berufsschullehrer und die Ausbilder der BBS wäre euer Werdegang nicht möglich“, dankte Kleweken bei den Lehrkräften und den Erziehungsberechtigten. Er beschrieb, wie er selbst zunächst Elektriker gelernt hatte und auf dieser sehr guten handwerklichen Basis seinen weiteren Berufs- und Lebensweg aufbauen konnte. „Ihr habt das Glück, dass ihr beim Feierabend genau erkennen könnt, was ihr geschafft habt. Das ist eine Genugtuung, die nicht zu unterschätzen ist.“ Eine Bitte an die Gesellen hatte der Bürgermeister: „Bitte bleibt unserer Region treu. Unsere Region braucht jeden guten Handwerker.“

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