WTG startet Umfrage bei Unternehmen
Wo drückt die Unternehmer der Schuh?

Gronau -

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft möchte die Unternehmen vor Ort unterstützen. Dafür braucht sie aber Wissen: Wo drückt der Schuh am meisten? „Wir wollen erfahren, was genau von der kommunalen Wirtschaftsförderung erwartet wird. Welche Anforderungen werden von den Unternehmern an den Standort Gronau gestellt?“ Dafür startet die WTG jetzt eine Umfrage.

Mittwoch, 11.09.2019, 08:46 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 08:50 Uhr
Katharina Vater    
Katharina Vater     Foto: Stadt Gronau/Raimund Weber

Unternehmen sind ständigen Änderungen unterworfen: Politische Vorgaben, fehlende Fachkräfte, das Angebot an Gewerbe- und Industriefläche, das Vorhandensein von schnellem Internet (oder eben nicht) – all diese Themen beschäftigen die lokalen Unternehmer. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft möchte die sie unterstützen. Dafür braucht sie aber Wissen: Wo drückt der Schuh am meisten? „Wir wollen erfahren, was genau von der kommunalen Wirtschaftsförderung erwartet wird. Welche Anforderungen werden von den Unternehmern an den Standort Gronau gestellt?“, bringt die Geschäftsführerin der WTG, Katharina Vater , die Sache auf den Punkt. Antworten erhofft sie sich von den Ergebnissen einer Umfrage, die heute an die Unternehmen in Gronau und Epe geschickt wird. Die Ergebnisse sollen schließlich als Grundlage für die Entwicklung der künftigen Strategie der WTG dienen.

Welche Themen interessieren die Unternehmen aktuell und in naher Zukunft? Antwortmöglichkeiten zum Ankreuzen sind in der Umfrage vorgegeben (z.B. Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Produktinnovationen, „Industrie 4.0“, Expansion/Erweiterung/Gewerbeflächenbedarf, Energie- und Ressourcenverbrauch, Nachhaltigkeit, Betriebsübergabe oder -aufgabe). Es gibt zudem Freifelder, in denen die Antworten erläutert und begründet werden sollten. Schließlich geht es darum, ein so konkretes Bild wie möglich von den Bedürfnissen der Firmen zu erhalten.

Fragen zum Standort Gronau gehören ebenfalls zu der Umfrage – neben den Bedingungen für die Betriebe selbst gehören Themen wie die Freizeit- und Wohnmöglichkeiten, Lebensqualität und Ärzteversorgung zu den Faktoren, die einen Standort attraktiv machen oder eben nicht.

Schließlich wird abgefragt, in welchen Bereichen sich die Betriebe konkrete Unterstützung durch die WTG wünschen. Stichworte sind dabei Vernetzung und der Ausbau von Geschäfts- und Kundenbeziehungen, aber auch Fachkräftesicherung und Immobiliensuche. Die Unternehmen haben nun zwei Wochen Zeit zu reagieren. Danach wird ausgewertet.

Katharina Vater ist seit Anfang des Jahres Geschäftsführerin der WTG. Sie hat den Eindruck gewonnen, dass die Gronauer ihre Stadt oftmals in zu düsteren Farben malen. So herrsche bei vielen der Eindruck vor, immer mehr Firmen wanderten ab. Dabei kehre sich dieser Trend sogar um. Betriebe von außerhalb siedelten sich in den hiesigen Gewerbegebieten an. Vater möchte an den Aufschwung anknüpfen, der nach der Gewerbeschau vor gut zwei Jahren zu verspüren gewesen war.

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