Besuch aus der Partnergemeinde Epe in Gronau
Die Dimensionen sind andere

Gronau/Epe -

Die Stimmung ist entspannt, als sich am Mittag beim Treffen der Partnergemeinden Besucher und Gastgeber zum Essen in Schepers‘ Mühle begeben. Die Mühle stellt eine der Keimzellen von Epe dar. Epe in Westfalen wohlgemerkt. Epe in Gelderland ist offenbar schon älter. Tatsächlich dürften es sogar Aussiedler gewesen sein, die sich vor vielen hundert Jahren aus der Ijsselregion aufmachten und sich an der Dinkel niederließen. Die Namensgleichheit der beiden Orte kommt also nicht von ungefähr. Diese Gleichheit wiederum war vor über 50 Jahren Anlass für Menschen aus beiden Epes, freundschaftliche Bande anzuknüpfen.

Mittwoch, 11.09.2019, 07:00 Uhr
Die Gruppe der Rats- und Verwaltungsmitglieder aus Gronau und Epe und der Feuerwehren vor Schepers‘ Mühle.
Die Gruppe der Rats- und Verwaltungsmitglieder aus Gronau und Epe und der Feuerwehren vor Schepers‘ Mühle. Foto: Martin Borck

Und die existieren immer noch. Treffen von Ratsmitgliedern und Verwaltungsmitarbeitern beider Orte finden seit 41 Jahren einigermaßen regelmäßig statt. Vor etwa einem Jahr war eine Gronauer Delegation zuletzt in der Veluwe, gestern erfolgte der Gegenbesuch. Für Hans van der Hoeve der letzte in seiner Eigenschaft als Eper Bürgermeister: Er geht im Oktober in Ruhestand.

Sein Amtskollege Rainer Doetkotte hatte die Gäste am Vormittag im Rockmuseum willkommen geheißen und an die jahrelange Nachbarschaft in einem gemeinsamen, europäischen Haus erinnert. „Wir bleiben auf dem Weg zueinander“, sagte er und erinnerte an die zahlreichen Begegnungen auch auf Vereinsebene.

Vom Rock‘n‘Popmuseum zeigten sich die Gäste sehr angetan. „Ich war schon mal vor dem Umbau da. Aber jetzt ist es ja gar nicht wiederzuerkennen“, sagte Van der Hoeve. „Es ist schön, in musikalischen Erinnerungen zu schwelgen. Allein Woodstock . . .“ Die innovative Museumstechnik hatte es den niederländischen Besuchern ebenfalls angetan.

Auch Ratsmitglied Albert Oortgiesen besuchte Gronau nicht zum ersten Mal. Hat man in Epe (Gelderland) eine ähnliche Ratsagenda wie hier? „Auch wir kümmern uns gerade um die Gestaltung der Ortskerne“, sagt er. Derzeit sei der Ortsteil Vaassen an der Reihe. Die Dimensionen allerdings seien andere. „In Gronau gibt es Plätze, die wirken nicht mal mit 1000 Menschen voll.“ In seinem Heimatort geht es kleinteiliger zu.

Beim Essen dankte van den Heuvel für die Gastfreundschaft und überreichte ein Geschenk. Er hob hervor, dass Rainer Doetkotte seit seiner Wahl bereits zweimal in Epe gewesen sei, so zum offiziellen Totengedenken am 4. Mai.

Am Nachmittag stand ein Besuch der Feuer- und Rettungswache an – was besonders die mitgereisten Vertreter der Brandweer Epe interessierte, die wie die anderen Besucher von der im Bau befindlichen neuen Wache beeindruckt waren. Die Gronauer Wehrleute demonstrierten eindrucksvoll, warum man brennendes Fett nicht mit Wasser löschen sollte. Die dabei entstehende Explosion war imposant.

Am späten Nachmittag verabschiedete sich die Eper Delegation wieder – in der Hoffnung, so van den Heuvel, „dass wir unsere angenehme und lehrreiche Zusammenarbeit noch lange Zeit fortsetzen können.“

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