Amt für Arbeitsschutz kontrollierte Baustelle
Scholl-Schule: Keine Beanstandung

Epe -

Mitarbeiter des Amtes für Arbeitsschutz der Bezirksregierung Münster haben am Freitagmorgen die Baustelle der Sophie-Scholl-Schule überprüft. „Die Überprüfung verlief ohne Beanstandungen“, teilte Stadtbaurat Ralf Groß-Holtick am Ende der Aktion im Gespräch mit der WN-Redaktion mit.

Samstag, 21.09.2019, 07:54 Uhr aktualisiert: 21.09.2019, 08:01 Uhr
Blick ins Innere der schadstoffsanierten Sophie-Scholl-Schule. Mittlerweile stehen nur noch die nackten Betonmauern – und auch die werden vermutlich fallen müssen.
Blick ins Innere der schadstoffsanierten Sophie-Scholl-Schule. Mittlerweile stehen nur noch die nackten Betonmauern – und auch die werden vermutlich fallen müssen. Foto: Stadt Gronau

Das Gebäude der ehemaligen Sophie-Scholl-Schule steht derzeit wegen einer PCB-Belastung – wie berichtet – besonders im öffentlichen Fokus. Denn: Trotz Schadstoffsanierung und Rückbau der Schule bis auf die nackten Betonmauern, liegt die Raumluftbelastung mit PCB über den zulässigen Grenzwerten. Mit der Folge, dass nach Meinung von Fachleuten nur noch ein Abbruch der Schule in Frage kommt.

In der jüngsten Ratssitzung wurde durch Anfragen deutlich, dass sich Eltern offenbar auch Sorgen machen wegen des Nebeneinanders von Schuttcontainern und der Unterbringung von Schülern in mobilen Pavillons auf dem Schulhof. „Wir arbeiten derzeit an einer tragfähigen Lösung“, so Stadtbaurat Groß-Holtick mit Blick auf diese Frage. Aber: Die Rückbauarbeiten, die derzeit an der Schule laufen, haben nach seinen Angaben noch nichts mit schadstoffbelasteten Teilen zu tun.

Geprüft wird aktuell von der Verwaltung nach einem Beschluss des Bauausschusses und des Schulausschusses, ob es unter finanziellen, zeitlichen und räumlichen Aspekten sinnvoll ist, statt eines bisher geplanten Wiederaufbaus der Schule in der überwiegend alten Gebäudestruktur eine komplett neue Schule am Standort zu errichten. Die Ergebnisse dieser Prüfung sollen dem Bauausschuss in einer Sitzung noch vor den Herbstferien mitgeteilt werden.

Während der jüngsten Ratssitzung am Mittwochabend beantwortete der Stadtbaurat auf Anfrage von Ratsmitglied Ulrich Doetkotte (FDP) Fragen zur Schadstoff-Analyse. Unter anderem trug Groß-Holtick Angaben aus einem Schreiben des Büros Wessling (das die Schadstoffmessungen in der Schule vorgenommen hat) detaillierte Analyse-Beschreibungen und festgestellte Messwerte vor. Durch ein weiteres Büro seien die Analyse- und Messmethoden als korrekt bestätigt worden, so der Stadtbaurat. Eigene Messungen seien aber von diesem Büro nicht durchgeführt worden.

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