CVJM-Mitglieder auf Entdeckungstour im Emsland
Zwischen Nostalgie und Moderne

 Gronau -

49 CVJM-Mitglieder und Freunde erkundeten jetzt das Emsland. Es wurde eine Reise mit vielen Eindrücken zwischen Nostalgie und hochmoderner Technik.

Dienstag, 08.10.2019, 17:38 Uhr aktualisiert: 08.10.2019, 18:28 Uhr
Die Gruppe der Ausflügler vor der Meyer-Werft in Papenburg.
Die Gruppe der Ausflügler vor der Meyer-Werft in Papenburg. Foto: CVJM

49 CVJM-Mitglieder und Freunde erkundeten jetzt das Emsland, das vor allem durch die tief gelegenen Moorgebiete, die um Papenburg ihre größte Ausdehnung haben, bekannt ist. Früher galt das Emsland als das Armenhaus Deutschlands, da es außer Torfabbau kaum Industrien gab.

Mit dem Emslandplan und der A 31 wurde die Infrastruktur ausgebaut und neue namhafte Unternehmen angesiedelt. Durch den Lückenschluss der A 31 im Jahr 2004 wurde der Tourismus besonders gefördert, und die Übernachtungszahlen stiegen erheblich. Die Radfahrer tragen erheblich zu dem guten Ergebnis bei.

Als erstes Ziel wurde Papenburg angefahren. Papenburg entstand aus der ältesten und längsten Fehnkolonie Deutschlands. Die Meyer-Werft machte die Stadt weltweit bekannt.

Zu Beginn einen Rundgangs wurden zunächst in zwei Filmen die Geschichte der Meyer-Werft und die Planung und der Bau eines Kreuzfahrtschiffes von der ersten Skizze bis zur Übergabe des Schiffes dargestellt, Dauer fünf bis sechs Jahre. Die Besucher konnten Einblick nehmen in die Kabinen der verschiedenen Reiseanbieter und die Modelle der gebauten Schiffe ansehen. Anschließend konnte in der Werfthalle die Anfertigung des nächsten Kreuzfahrtschiffes besichtigt werden. In Dimensionen zwischen rund 41 Meter Breite und 360 Meter Länge werden die Schiffe in Teilen gefertigt und dann zusammengeschweißt. Alle Elemente der Kabinen, der Restauration etc. werden außerhalb gefertigt und dann zum Einbau nach Papenburg transportiert. Im Frühjahr wird das nächste Schiff ausgedockt und bei Springflut die Reise nach Eemshaven auf der Ems angetreten.

Nächstes Ziel war Leer, das Tor Ostfrieslands. Nach einer erholsamen Mittagspause führten zwei Gästeführer die CVJM-Mitglieder durch Altstadt und Hafen. Eine besondere Augenweide unter den vielen restaurierten Gebäuden war das 1894 erbaute Rathaus mit wunderschönen Deckenmalereien, Mosaikfußböden und beeindruckenden Sälen. Durch die schon von 1901 bis 1903 erbaute Seeschleuse wird Leer vor Sturmfluten geschützt und der Hafen tidenunabhängig. Ohne Schleuse würde der Hafen regelmäßig auslaufen.

Weiter ging es nach Bourtange. Die niederländische Festung Bourtange, erbaut 1580, gehört zu den wenigen Festungen, die nach fast vollständigem Verfall ab 1964 restauriert und nach Plänen von 1742 restauriert wurde. Ein kleiner Rundgang um und durch die Festung brachte die Ausmaße näher. Eine Erfrischung auf dem mittelalterlichen Marktplatz schloss die Zeitreise der Gronauer ab, die mit vielen Eindrücken zwischen Nostalgie und hochmoderner Technik die Heimreise antraten.

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