Container werden von der Scholl-Schule verlagert
Kloster-Festplatz wird zum Schulhof

Epe -

„Büffeln“ unter der Vogelstange und der Schützenplatz als Schulhof: Was eingefleischte Schützenbrüder sich für ihre Schulzeit vielleicht gewünscht hätten, wird für Schüler der Gesamtschule Epe jetzt – aus der Not heraus – zur Realität.

Mittwoch, 09.10.2019, 20:05 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 20:10 Uhr
Der Plan zeigt, wie die Container auf dem Festplatz des Schützenvereins Kloster angeordnet werden sollen. Das Schützenfestzelt wird 2020 auf dem Areal von Vorwärts stehen.
Der Plan zeigt, wie die Container auf dem Festplatz des Schützenvereins Kloster angeordnet werden sollen. Das Schützenfestzelt wird 2020 auf dem Areal von Vorwärts stehen. Foto: Stadt Gronau

„Büffeln“ unter der Vogelstange und der Schützenplatz als Schulhof: Was eingefleischte Schützenbrüder sich für ihre Schulzeit vielleicht gewünscht hätten, wird für Schüler der Gesamtschule Epe jetzt – aus der Not heraus – zur Realität: Die Container, in denen derzeit Schüler auf dem Schulhof der ehemaligen Sophie-Scholl-Schule unterrichtet werden, ziehen um – und zwar auf den Festplatz des Schützenvereins Kloster am Riekenhofweg. Diese Lösung präsentierte Thomas Brunnert (Fachdienst Gebäude- und Liegenschaftsmanagement) am Dienstagabend dem Bauausschuss und dem Schulausschuss.

Mit diesem Umzug soll die Nachbarschaft von schadstoffbelasteter Baustelle und provisorischen Unterrichtsräumen an der Gasstraße beendet werden. Eltern und Schüler hatten eine solche Lösung gefordert ( WN berichteten). Allerdings: Im Schnellverfahren wird das Versetzen nicht funktionieren, wie Brunnert betonte. Denn: Die für den Umzug notwendigen Fahrzeuge und Kräne auf die Schnelle zu bekommen, sei schwierig. Brunnert geht davon aus, dass „wir das nach den Herbstferien angehen und dann bis zu den Weihnachtsferien fertig sind“.

Mit Zahlen verdeutlichte Brunnert die Größenordnung des Projekts. Schließlich gelte es, für zwölf Regelklassen und alle notwendigen Räume drumherum auf dem Schulhof eine Dependance zu schaffen. Und das nicht für ein paar Tage oder Wochen: Voraussichtlich bis Ende 2021 werden die Schüler in den Pavillons unterrichtet werden. Allein 64 Container müssen in einem ersten Bauabschnitt versetzt und auf dem Festplatz in zweigeschossiger Bauweise wieder errichtet werden. Entstehen wird auf diese Weise ein Gebilde, das 40 Meter lang und rund 14 Meter tief ist.

In einem zweiten Bauabschnitt werden dann nach dem Schützenfest der Klosterschützen im Sommer 2020 zusätzliche 48 Container auf dem Schützenplatz errichtet, um weitere Jahrgänge der Gesamtschule unterzubringen. „Dass man damit keinen Architekturpreis gewinnt, sehen Sie“, so Brunnert mit Blick auf Pläne der Container-Siedlung. Aber: Die Lösung sei funktional.

Ausdrücklich dankten Brunnert und Stadtbaurat Ralf Groß-Holtick dem Schützenverein Kloster und dem Sportverein Vorwärts Epe für ihre Kooperation. Dafür gab es auch aus den Reihen der Politik viel Lob. Beide Vereine hätten der besonderen Situation Rechnung getragen. Der „Schulhof“ der Containerschule soll in der Übergangsphase multifunktional genutzt werden. Während des Schulbetriebs als Schulhof, in anderen Zeiten aber auch als Festplatz der Schützen (das Zelt soll im Bereich der Sportanlage Vorwärts stehen) oder als Parkplatz bei Sportveranstaltungen. Zudem habe sich „Vorwärts“ bereiterklärt, die Sportanlage für den Schulsport zur Verfügung zu stellen.

Als Alternative zum Schützenplatz sei der sogenannte Gummiplatz an der Sportanlage Gasstraße im Gespräch gewesen. Letztlich sei diese Lösung aber ausgeschieden, weil Eltern diesen Standort noch als zu nah an der Abbruchbaustelle angesehen hätten.

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